EKALAT im Bundestag: Abgeordneter stürmt auf Tino Chrupalla los – die Rede, die das Land entzweit

EKALAT im Bundestag: Abgeordneter stürmt auf Tino Chrupalla los – die Rede, die das Land entzweit


 

EKLAT im Bundestag: Abgeordneter stürmt auf Tino Chrupalla los – die Rede, die das Land entzweit

 

Der Deutsche Bundestag wurde Zeuge eines beispiellosen Eklats, als ein Abgeordneter während der Rede des AfD-Vorsitzenden Tino Chrupalla auf diesen zustürmte. Die Aktion, die umgehend viral ging, war die emotionale Reaktion auf eine schonungslose und aggressiv vorgetragene Rede, in der Chrupalla die gesamte politische Führung – von Bundeskanzler Merz über die Ampel bis zur CDU – frontal angriff und ihr vorwarf, das Land in eine Destabilisierung und in den Kalten Krieg zurückzuführen. Chrupallas Rede ist eine Abrechnung mit der politischen Agenda der letzten Jahre, die seiner Meinung nach die Bürger verunsichert, die Rentner spaltet und den Industriestandort Deutschland zerstört.

Zweifel an der Kriegsführung und Spaltung der Gesellschaft

Chrupalla beginnt seine Rede mit scharfen Attacken auf die Haltung der Bundesregierung zur Kriegsführung, der er vorwirft, keinen „einzigen Beweisbeleg“ für ihre Politik vorzulegen und die Bürger in Panik zu versetzen. Er wirft der Regierung Verantwortungslosigkeit vor und sieht ihren politischen Diskurs in die Zeit des Kalten Krieges zurückfallen.

Die Rentner-Spaltung durch die „Aktivrente“

Als „absolut destruktiven Kompromiss“ der Regierungskoalition brandmarkt Chrupalla die sogenannte „Aktivrente“.

  • Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz: Die Regelung berücksichtigt seiner Meinung nach nur sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer und schließt somit tausende Selbstständige, wie Handwerker, die in Klein- und Familienunternehmen gearbeitet haben, von den steuerfreien Hinzuverdienstmöglichkeiten aus.
  • Ungerecht und schäbig: Er kritisiert, dass nur diejenigen, die sozialversicherungspflichtig gearbeitet haben, bis zu 2.000 Euro steuerfrei hinzuverdienen können, während Selbstständige weiterhin Sozialabgaben auf den Zuverdienst zahlen müssen.
  • Bestätigung der Armut im Alter: Die Maßnahme selbst sei ein Zeichen dafür, dass die Renten eben nicht auskömmlich sind und man „nicht von der Rente im Lebensabend leben“ könne.

Chrupalla fordert stattdessen die Abschaffung der Doppelbesteuerung von Altersrenten und kritisiert, dass die Rentner erneut die Last für das politische Versagen der Bundesregierung tragen müssten.

Die Jugend als Manövriermasse: Wehrpflicht und Kriminalität

Seine Kritik erstreckt sich auch auf die junge Generation. Chrupalla warnt, dass die Jungen durch die Schuldenpolitik zusätzlich belastet und durch den verpflichtenden Dienst an der Waffe „kriegstüchtig gemacht“ werden sollen. Er zitiert Jens Spahn (CDU) und deutet an, dass es bei der Wehrpflicht darum ginge, Dienstleistende „gegen Russland in Front zu schicken“. Dieses Manöver lehnt die AfD kategorisch ab. Darüber hinaus beklagt er, dass sich Kinder mit zunehmender Kriminalität in Schulen und auf Straßen auseinandersetzen müssten – Zustände, die das Ergebnis von 35 Jahren deutscher Einheit und verantwortungsloser Politik seien.

„Grüner Mist“ und Deindustrialisierung

Die schärfste ideologische Kritik richtet Chrupalla an die Grünen und deren europäische Ambitionen. Er bezeichnet ihren Entschließungsantrag zur „Klimaneutralität“ Europas als Zeichen dafür, dass sie die Zeichen der Zeit noch immer nicht verstanden hätten.

No evidence AfD co-leader Tino Chrupalla was 'attacked or tackled', say  German police

  • Klimaneutralität = Deindustrialisierung: Chrupalla behauptet, die sogenannte Klimaneutralität sei in Wahrheit „Deindustrialisierung und Wohlstandsverlust“ für die breite Bevölkerung.
  • Verlust der Wettbewerbsfähigkeit: Er warnt, dass ein wirtschaftlich schwacher, aber klimaneutraler Kontinent Europa genau jenen Ländern nutze, die dann ihre Technologien an uns verkaufen könnten, weil Deutschland und Europa keine eigenen Industrie- und Entwicklungsstandorte mehr hätten. Dies sei nicht im deutschen Interesse.

Die AfD fordert stattdessen von Kanzler Merz, dass er sich für den Wirtschaftsstandort Deutschland stark mache, attraktive Infrastrukturen schaffe und endlich günstige Energiepreise sichere.

Eklat um Schulden und Sanktionen

Der verbale Schlagabtausch eskaliert, als Abgeordneter Wiese (SPD) eine Zwischenfrage stellt. Wiese wirft Chrupalla vor, Investitionen in die Zukunft des Landes abgelehnt zu haben, und bezeichnet die Forderung der AfD nach einem Austritt aus der Europäischen Union als „Arbeitslosigkeit für Deutschland“ (AfD = Arbeitslosigkeit für Deutschland).

Chrupalla kontert scharf:

  • Haushalt ohne Schulden: Er betont, dass der alternative Haushalt der AfD nicht auf Schulden basiere, sondern die Investitionen aus dem regulären Haushalt bezahlen solle, während die Regierung das Land in Schulden in Höhe von 500 bis 850 Milliarden Euro bis 2028 zwinge. Dies sei „unseriös“ und „nicht nachhaltig“.
  • Sanktionspolitik als Wirtschaftskiller: Er hält der SPD und der Bundesregierung vor, mit ihrer Sanktionspolitik die deutsche Wirtschaft zu ruinieren. Er fragt empört, ob die Abwanderung von energieintensiver Industrie, wie der chemischen und Stahlindustrie, in diesem Land überhaupt zur Kenntnis genommen werde.

Die Debatte erreicht ihren Siedepunkt, als Chrupalla die wirtschaftliche Notwendigkeit von „günstigem russischem Gas“ anspricht. Günstiges Gas sei die Grundlage für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie (4–5 Cent pro Kilowattstunde), und der Verlust dieser Ressource sei der Grund für die Abwanderung.

Der Nord Stream-Skandal: Schutz für Terroristen?

Zum Abschluss seiner Rede fordert Chrupalla Kanzler Merz auf, sich im Europäischen Rat für die Aufklärung des Anschlags auf die Nord Stream-Infrastruktur einzusetzen.

  • Weigerung zur Auslieferung: Er kritisiert die Weigerung Polens und Italiens, die mutmaßlichen Täter auszuliefern, und wirft der Bundesregierung vor, dass ihr „die Ernsthaftigkeit der Situation genauso wenig bewusst ist, weil der Wille zur Aufklärung gar nicht vorhanden zu sein scheint.“
  • Vermeintliche Freunde schützen Terroristen: Chrupalla geht noch weiter und fragt, ob es sein könne, dass „vermeintliche Freunde Terroristen schützen in Europa.“
  • Einladung an Nachahmer: Er warnt, dass das Aussitzen des Anschlags und die mangelnde Aufklärung „automatisch auch Nachahmer einladen“ würden.

Chrupalla schließt mit der Feststellung, dass die Abgeordneten die Interessen des einzelnen Bürgers, des Mittelstandes und der Industrie – die den Preis für hohe Energiepreise und Inflation zahlen – aus den Augen verloren hätten. Der Mittelstand „stirbt nicht leise“, so Chrupalla, „dieser Mittelstand stirbt laut.“

Die Reaktion des fragestellenden Abgeordneten Wiese, der regelrecht auf Chrupalla losstürmte, war die hochemotionale Spitze einer Debatte, in der die tiefen Gräben der deutschen Politik offenbart wurden.

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