Die 90er und 2000er Jahre waren eine andere Zeit. Was damals völlig normal war, würde heute für Aufschrei und Empung sorgen. Manche Dinge waren unvorsichtig, andere politisch unkorrekt, wieder andere einfach nur verrückt. Dieser Artikel beleuchtet 25 Dinge, die in den 90er Jahren und 2000er Jahren Alltag waren, aber heute undenkbar wären.
Rauchen in Kneipen und Restaurants
Und eines davon war so krass, dass es heute sofort einen Shitstorm auslösen würde: Rauchen in Kneipen und Restaurants. In den 90ern und 2000ern war Rauchen in Kneipen und Restaurants völlig normal. Überall standen Aschenbecher auf den Tischen. Die Luft war dick vom Qualm und niemand beschwerte sich. Raucher und Nichtraucher saßen friedlich nebeneinander, während blaue Schwaden durch die Lokale zogen. Besonders in Kneipen gehörte das Rauchen einfach dazu. Bier und Zigarette, das war die perfekte Kombination für einen geselligen Abend. Selbst in Restaurants wurde zwischen den Gängen geraucht, während am Nebentisch Familien mit Kindern aßen. Das störte niemanden. Das war einfach normal. Die Kellner rauchten oft selbst während der Arbeit. Barkeeper hatten die Zigarette im Mundwinkel und in manchen Lokalen war die Luft so dick, dass man kaum etwas sehen konnte. Aber das gehörte zur Atmosphäre dazu: Authentisch, echt, ungefiltert. Heute undenkbar. Seit 2007 bis 2008 ist das Rauchen in der Gastronomie verboten. Wer heute in einem Restaurant raucht, kassiert saftige Bußgelder. Was früher Normalität war, ist heute Straftat. Die Zeiten haben sich komplett gewandelt.
Handys während der Autofahrt benutzen
In den frühen 2000ern war es völlig normal während der Fahrt zu telefonieren ohne Freisprechanlage. Die ersten Handys waren klobig und schwer, aber jeder hielt sie sich ans Ohr, auch am Steuer. SMS schreiben während der Fahrt: Kein Problem, das machten alle. Die Nokia Handys mit ihren kleinen Displays erforderten volle Konzentration beim Tippen. T9 Texteingabe war eine Wissenschaft für sich und trotzdem tippten alle während der Fahrt ihre Nachrichten. Eine Hand am Steuer, eine am Handy. Das war der Standard der frühen Handy-Ära. Besonders die Geschäftsleute telefonierten ständig während der Fahrt. Das Handy war Statussymbol und Arbeitsgerät zugleich. Wer wichtig war, telefonierte im Auto. Laut, deutlich und für alle hörbar. Privacy war ein Fremdwort. Auch das Navigieren lief über das Handy. Während der Fahrt die Route checken, Adressen eingeben, Karten studieren, alles mit einer Hand, während die andere das Lenkrad hielt. Unfälle passieren halt mal. Heute ist das Handy am Steuer streng verboten. Schon das Berühren des Displays kostet 100 € und einen Punkt. Was früher normal war, ist heute eine der häufigsten Verkehrssünden.
Kinder allein im Auto lassen
In den 90er Jahren und 2000ern war es völlig normal, Kinder kurz allein im Auto zu lassen. “Ich bin gleich wieder da”, war der Standardsatz, bevor Mama schnell in den Laden ging. Die Kinder blieben im Auto, spielten, hörten Radio oder schliefen einfach weiter. Besonders bei kurzen Besorgungen war das praktisch. Warum die schlafenden Kinder wecken, wenn man nur schnell Brötchen holen wollte? Die Türen wurden abgeschlossen, die Fenster einen Spalt geöffnet und los ging’s. 5 Minuten später war man zurück. Auch bei längeren Erledigungen blieben Kinder oft im Auto. Mit einem Gameboy, einem Buch oder einfach nur zum Dösen. Die Eltern gingen in Ruhe einkaufen, während die Kinder im Auto warteten. Das war entspannt für alle Beteiligten. Niemand dachte an Gefahren wie Überhitzung oder Entführung. Das Auto war ein sicherer Ort. Die Kinder waren alt genug, um kurz allein zu bleiben. Passanten gingen vorbei, ohne sich Gedanken zu machen. Heute löst das sofort Polizeieinsätze aus. Kinder allein im Auto gelten als Kindeswohlgefährdung. Passanten rufen die Polizei. Scheiben werden eingeschlagen. Eltern angezeigt. Was früher Normalität war, ist heute ein Skandal.
Ohne Helmfahrad fahren
Fahrradhelm? Was war das denn? In den 90ern und 2000ern fuhr niemand mit Helm Fahrrad, außer vielleicht Rennradfahrer bei Wettkämpfen. Normale Menschen, Kinder, Jugendliche. Alle fuhren mit wehenden Haaren und freiem Kopf durch die Gegend. Der Fahrtwind in den Haaren war ein Gefühl von Freiheit. Helm aufsetzen galt als uncool, spießig, übervorsichtig. Echte Radfahrer brauchten keinen Helm, die konnten fahren. Stürze gehörten dazu. Ein paar Schrammen waren normal. Besonders Kinder fuhren selbstverständlich ohne Helm, zur Schule, zu Freunden, zum Spielplatz, immer ohne Kopfschutz. Die Eltern fanden das normal, die Kinder auch. Helm war etwas für Angsthasen und Weicheier. Mountainbiker, BMX Fahrer, alle fuhren ohne Helm. Je waghalsiger die Sprünge, desto cooler war man. Schutzausrüstung war verpönt. Mut und Können zählten. Wer sich verletzte, war selbst schuld, aber wenigstens sah er cool aus. Heute ist der Helm fast Pflicht. Zwar nicht gesetzlich, aber gesellschaftlich. Wer ohne Helm fährt, wird schief angeschaut. Eltern, die ihre Kinder ohne Helm fahren lassen, gelten als verantwortungslos. Der Helm ist vom Spießer Accessoire zum Must-have geworden.
Musik illegal downloaden
Napster, Kazaa, eMule, das waren die Helden der frühen 2000er. Musik illegal downloaden war nicht nur normal, sondern fast schon Bürgerpflicht. Warum 20 € für eine CD bezahlen, wenn man die Songs kostenlos aus dem Internet ziehen konnte? Die ersten MP3 Downloads waren eine Offenbarung. Endlich konnte man einzelne Songs haben, ohne die ganze CD kaufen zu müssen. Die Musikindustrie war machtlos gegen die Flut illegaler Downloads. Jeder machte es. Also war es irgendwie okay. Besonders Studenten und Jugendliche lebten vom illegalen Download. Ganze Musiksammlungen entstanden über Nacht, ohne einen Cent zu kosten. Tausende Songs auf der Festplatte. Das war der neue Reichtum der digitalen Generation. Die Qualität war oft schlecht, die Downloads langsam, aber das war egal. Hauptsache kostenlos. Wer eine schnelle Internetverbindung hatte, war der König der Schule. Musik CDs brennen und Tauschen war das neue Hobby. Heute ist illegales Downloaden verpönt und wird verfolgt. Streamingdienste haben das Problem gelöst. Legal, günstig, bequem. Wer heute noch illegal downloadet, gilt als Dinosaurier. Die Zeiten der kostenlosen Musik sind vorbei.
Ohne Anschnallpflicht auf dem Rücksitz
Auf dem Rücksitz anschnallen, das machte in den 90ern niemand. Die Anschnallpflicht galt nur vorne. Hinten war man frei. Kinder lagen quer, Erwachsene lehnten sich entspannt zurück. Niemand dachte an Sicherheitsgurte. Besonders bei längeren Fahrten war der Rücksitz die Entspannungszone. Kinder spielten, lasen, schliefen in allen möglichen Positionen. Der Gurt störte nur und war unbequem. Warum sich einengen lassen, wenn es nicht nötig war? Auch Erwachsene schnallten sich hinten selten an. Bei Taxifahrten, als Beifahrer bei Freunden, auf Kurzstrecken. Der Gurt blieb meist unbenutzt. Das war normal und akzeptiert. Sicherheit war weniger wichtig als Bequemlichkeit. Die Polizei kontrollierte das auch nicht. Anschnallkontrollen beschränkten sich auf Fahrer und Beifahrer. Was hinten passierte, interessierte niemanden. Die Rückbank war rechtsfreier Raum. Heute ist die Anschnallpflicht überall. Wer sich nicht anschnallt, zahlt Bußgeld auch auf dem Rücksitz. Was früher Freiheit war, ist heute Pflicht. Die Sicherheit hat gewonnen, die Bequemlichkeit verloren.
Zigaretten am Kiosk ohne Ausweis kaufen
Mit 16 Zigaretten kaufen, kein Problem. In den 90ern und 2000ern fragten Kioskbesitzer selten nach dem Ausweis. Wer alt genug aussah, bekam seine Zigaretten. Das Jugendschutzgesetz war mehr Empfehlung als Gesetz. Besonders an Zigarettenautomaten war alles möglich. Die Automaten standen überall, vor Kneipen, an Bushaltestellen, in Fußgängerzonen. Jeder konnte rund um die Uhr Zigaretten ziehen, egal wie alt er war. Auch für andere war es normal, Zigaretten zu kaufen. „Hol mal eine Schachtel für Papa“ war ein normaler Auftrag. Kinder kauften für ihre Eltern, Jugendliche, für ältere Freunde. Niemand stellte Fragen. Die Verkäufer kannten ihre Stammkunden und deren Gewohnheiten. „Die üblichen Malborrow“ war eine normale Frage. Vertrauen war wichtiger als Paragraphen. Das Geschäft lief, alle waren zufrieden. Heute ist der Jugendschutz streng. Zigarettenautomaten brauchen EC-Karten. Verkäufer kontrollieren Ausweise. Strafen sind hoch. Was früher Vertrauenssache war, ist heute bürokratisch geregelt. Der lockere Umgang mit Zigaretten ist Geschichte.
Handyverträge ohne Schufa-Auskunft
Handyvertrag abschließen war in den frühen 2000ern kinderleicht. Einfach in den Laden, Vertrag unterschreiben, Handy mitnehmen. Schufa-Auskunft, Bonitätsprüfung. Das interessierte niemanden. Jeder bekam einen Vertrag. Egal, wie die finanzielle Situation aussah. Besonders die ersten Prepaid-Karten waren völlig unkompliziert. Name, Adresse, fertig. Keine Fragen, keine Prüfungen, keine Bürokratie. Selbst Minderjährige bekamen problemlos Handyverträge, ohne dass die Eltern zustimmen mussten. Die Anbieter warben aggressiv um Kunden. Kostenlose Handys, günstige Tarife, keine Anzahlung, alles war möglich. Hauptsache, die Kundenzahl stieg. Risiko, das war ein Problem für später. Auch bei Zahlungsproblemen war man kulant. Wer nicht zahlen konnte, bekam Mahnungen, aber selten wurde gleich gesperrt. Die Branche war jung, die Regeln locker, das Geschäft boomte. Heute ist jeder Handyvertrag eine Bonitätsprüfung. Schufa-Auskunft ist Standard. Sicherheiten werden verlangt. Minderjährige brauchen Elternunterschrift. Was früher unkompliziert war, ist heute bürokratisch. Der lockere Umgang mit Krediten ist vorbei.
Ohne Datenschutz persönliche Daten weitergeben
Datenschutz, was war das denn? In den 90ern und 2000ern gab jeder bereitwillig seine persönlichen Daten weiter. Name, Adresse, Telefonnummer, alles kein Problem. Privacy war ein Fremdwort. Transparenz war normal. Gewinnspiele, Kundenkarten, Newsletter. Überall wurden Daten gesammelt und niemand machte sich Gedanken. Im Gegenteil, wer seine Daten nicht preisgab, verpasste Angebote und Rabatte. Datenschutz war hinderlich. Besonders im Internet war alles möglich. Echte Namen in Foren, private Fotos auf Webseiten, persönliche Informationen in Profilen. Alles war öffentlich und für jeden zugänglich. Das Internet war wie ein großes Dorf, wo jeder jeden kannte. Auch Unternehmen gingen locker mit Daten um. Kundenlisten wurden getauscht, Adressen verkauft, Informationen weitergegeben. Das war normal und legal. Wer sich beschwerte, galt als paranoid. Heute ist Datenschutz heilig. DSGVO, Einverständniserklärungen, Löschfristen. Alles ist streng geregelt. Was früher normal war, ist heute strafbar. Der lockere Umgang mit Daten ist Geschichte. Privacy ist zum Grundrecht geworden.
Alkohol ab 16 ohne Kontrolle
Mit 16 Bier kaufen. Selbstverständlich. In den 90ern und 2000ern kontrollierten Verkäufer selten das Alter. Wer alt genug aussah, bekam sein Bier. Das Jugendschutzgesetz war mehr Theorie als Praxis. Besonders an Kiosken und Tankstellen war alles möglich. Die Verkäufer kannten ihre jungen Kunden und verkauften trotzdem. „Ist doch nur Bier“, war die Einstellung. Harter Alkohol war tabu, aber Bier und Wein galten als harmlos. Auch auf Festen und Veranstaltungen war die Kontrolle locker. Schützenfeste, Dorffeste, Kirmes. Überall tranken Jugendliche mit, ohne dass jemand genau hinschaute. Das gehörte zur Jugend dazu, war Teil des Erwachsenwerdens. Die Eltern wussten meist Bescheid und tolerierten es. „Lieber zu Hause als irgendwo heimlich“ war die Devise. Kontrolliertes Trinken war besser als heimliches Saufen. Heute ist der Jugendschutz streng. Verkäufer kontrollieren Ausweise, Strafen sind hoch, Testkäufe häufig. Was früher toleriert wurde, wird heute verfolgt. Der lockere Umgang mit Alkohol und Jugendlichen ist vorbei.
Ohne Impressum Webseiten betreiben
Eine eigene Homepage ohne Impressum. In den 90ern und frühen 2000ern völlig normal. Jeder bastelte sich seine Webseite zusammen, ohne an rechtliche Verpflichtungen zu denken. Das Internet war Wildwest. Gesetze gab es kaum. Besonders private Homepages waren impressumsfrei. Hobbys, Interessen, Fotos, alles wurde ins Netz gestellt, ohne Namen oder Adressen zu nennen. Anonymität war möglich und erwünscht. Das Internet war ein Spielplatz ohne Regeln. Auch kommerzielle Seiten kamen oft ohne Impressum aus. Onlineshops, Dienstleister, Berater. Viele versteckten sich hinter Fantasienamen oder blieben ganz anonym. Wer Probleme hatte, stand oft vor verschlossenen Türen. Die Rechtslage war unklar, die Durchsetzung schwierig. Das Internet war international, die Gesetze national. Wer sich nicht erwischen ließ, kam ungeschoren davon. Heute ist das Impressum Pflicht. Jede Webseite braucht vollständige Angaben. Verstöße werden teuer bestraft. Was früher Freiheit war, ist heute Bürokratie. Das wilde Internet ist gezähmt worden.
Kopierte Software verwenden
Software kopieren war in den 90er Jahren und 2000ern völlig normal. Warum 500 € für Photoshop bezahlen, wenn der Kumpel eine Kopie hatte? Raubkopien waren gesellschaftlich akzeptiert, fast schon Bürgerpflicht. Besonders teure Programme wurden massenhaft kopiert. Microsoft Office, Adobe Creative Suite, Spiele. Alles wurde getauscht und weitergegeben. Wer Originalsoftware kaufte, galt als naiv oder zu reich. Die Kopierschutzmaßnahmen waren meist leicht zu umgehen. Seriennummerngeneratoren, Cracks, Patches, für alles gab es Lösungen. Das Internet war voller Anleitungen und Tools. Kopieren war ein Hobby geworden. Auch in Firmen war kopierte Software normal. Kleine Unternehmen konnten sich teure Lizenzen nicht leisten und griffen zu Kopien. Das war ein offenes Geheimnis, das alle tolerierten. Heute ist Software-Piraterie verpönt und wird verfolgt. Subscription-Modelle haben das Problem entschärft. Kontrollen sind strenger geworden. Was früher normal war, ist heute riskant. Die Zeiten der kostenlosen Software sind vorbei.
Ohne Helm Motorroller fahren
Motorroller ohne Helm, in den 90ern völlig normal. Besonders die kleinen 50 Kubikzentimeter Roller wurden oft ohne Kopfschutz gefahren. Der Fahrtwind in den Haaren war ein Gefühl von Freiheit. Helm galt als uncool. Die ersten Motorrollerfahrer waren meist Jugendliche, die endlich mobil sein wollten. Mit 15 den Mofa-Führerschein, mit 16 den ersten Roller. Das war Unabhängigkeit pur. Helm störte nur das coole Image. Besonders in südlichen Ländern war helmfreies Fahren normal. Italien, Spanien, Griechenland. Überall sah man Rollerfahrer ohne Kopfschutz. Das war Lebensgefühl. Dolce Vita auf zwei Rädern. Auch die Polizei drückte oft ein Auge zu. Bei langsamen Rollern in der Stadt war das Risiko überschaubar. Wichtiger waren andere Verkehrssünden. Helm war Privatsache. Heute ist der Helm Pflicht. Wer ohne Helm fährt, zahlt Bußgeld und riskiert Punkte. Was früher Freiheit war, ist heute Vorschrift. Die Sicherheit hat gewonnen. Das coole Image verloren.
Kinder ohne Kindersitz transportieren
Kindersitz? Wozu denn das? In den 90ern fuhren Kinder oft einfach auf dem normalen Autositz mit, nur mit dem Erwachsenen Gurt angeschnallt. Das war völlig normal und niemand dachte an besondere Sicherheitsmaßnahmen. Besonders bei kurzen Strecken verzichteten viele Eltern auf den Kindersitz. „Ist ja nur bis zum Kindergarten.“ war eine häufige Begründung. Der Kindersitz war sperrig, das Anschnallen dauerte und für kurze Fahrten schien er übertrieben. Auch bei fremden Autos war das normal. Wenn Oma die Enkel abholte oder Freunde mitfuhren, saßen die Kinder einfach auf dem normalen Sitz. Kindersitze waren nicht überall verfügbar und auch nicht erwartet. Die Sicherheitsstandards waren niedriger, das Bewusstsein für Risiken geringer. Unfälle passierten, aber man dachte nicht ständig daran. Das Leben war weniger von Sicherheitsdenken geprägt. Heute ist der Kindersitz bis 12 Jahre Pflicht. Verstöße werden teuer bestraft. Die Kontrollen sind streng. Was früher Normalität war, gilt heute als Kindeswohlgefährdung. Die Sicherheit der Kinder hat absolute Priorität bekommen.
Ohne Lizenz Musik in Lokalen spielen
Musik in der Kneipe ohne GEMA Gebühren. In den 90ern völlig normal. Kleine Lokale spielten einfach ihre CDs oder das Radio ohne an Lizenzgebühren zu denken. Musik gehörte zur Atmosphäre, war kostenlos und selbstverständlich. Besonders kleine Kneipen und Cafés konnten sich keine teuren GEMA Gebühren leisten. Sie spielten trotzdem Musik. Leise, unauffällig, aber ständig. Das war Teil der Gemütlichkeit, der Atmosphäre. Die GEMA Kontrollen waren seltener und weniger streng. Viele Wirte wussten gar nicht, dass sie Gebühren zahlen mussten. Musik war doch frei verfügbar. Warum sollte man dafür extra bezahlen? Auch bei privaten Feiern war alles erlaubt. Geburtstage, Hochzeiten, Feste. Überall lief Musik, ohne dass jemand an Urheberrechte dachte. Das war normal und unproblematisch. Heute sind die GEMA Gebühren streng geregelt. Jedes Lokal braucht eine Lizenz. Die Kontrollen sind häufig, die Strafen hoch. Was früher selbstverständlich war, ist heute ein Kostenfaktor geworden.
Ohne Warnweste im Auto fahren
Warnweste im Auto brauchte man nicht. In den 90ern und 2000ern fuhr niemand mit Warnweste herum. Bei Pannen stieg man einfach aus und reparierte, was zu reparieren war. Sichtbarkeit war zweitrangig. Besonders auf Autobahnen war das riskant. Wer eine Panne hatte, stellte das Warndreieck auf und hoffte, dass ihn andere Autofahrer sahen. Eine Warnweste gab es nicht, die war nur für Straßenarbeiter gedacht. Auch bei Unfällen trugen die Beteiligten keine Warnwesten, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst. Alle arbeiteten ohne besondere Sichtbarkeitskleidung. Das war normal und unproblematisch. Die Unfallzahlen waren höher, aber das wurde als normales Risiko akzeptiert. Sicherheit war weniger wichtig als Praktikabilität. Wer vorsichtig war, dem passierte schon nichts. Heute ist die Warnweste Pflicht. Jedes Auto muss eine Mitführen. Bei Pannen muss sie getragen werden. Was früher unbekannt war, ist heute Standard. Die Sicherheit im Straßenverkehr hat sich dramatisch verbessert.
Ohne Altersverifikation Pornos im Internet schauen
Pornos im Internet ohne Altersverifikation. In den frühen 2000ern völlig normal. Jeder konnte auf Pornoseiten zugreifen, ohne sein Alter zu bestätigen. Ein einfacher Klick auf “Ich bin über 18” reichte aus, auch wenn man erst 12 war. Die ersten Pornoseiten waren technisch einfach und rechtlich unklar. Jugendschutz war ein Fremdwort. Alterskontrollen gab es nicht. Wer einen Internetanschluss hatte, konnte alles sehen. Ohne Grenzen, ohne Kontrolle. Besonders für Jugendliche war das Internet eine Offenbarung. Endlich konnten sie sehen, was früher nur in versteckten Magazinen zu finden war. Das Internet war wie ein riesiger, unkontrollierter Kiosk für Erwachseneninhalte. Die Eltern wussten meist nicht, was ihre Kinder im Internet machten. Computer standen im Kinderzimmer. Kontrollen gab es nicht. Das Internet war Neuland für alle. Heute sind Altersverifikationen Standard. Pornoseiten müssen das Alter ihrer Nutzer prüfen. Jugendschutzfilter sind üblich. Was früher unkontrolliert war, ist heute reguliert. Der Jugendschutz im Internet hat sich dramatisch verbessert.
Ohne Genehmigung Fotos von anderen machen
Fotos von anderen ohne zu fragen. In den 90ern und 2000ern völlig normal. Auf Partys, bei Veranstaltungen, im Urlaub. Überall wurden Fotos gemacht, ohne die Abgebildeten um Erlaubnis zu bitten. Das Recht am eigenen Bild war unbekannt. Besonders mit den ersten Digitalkameras wurde alles fotografiert. Die Fotos kosteten nichts. Speicherplatz war billig, also knipste man drauf los. Wer nicht fotografiert werden wollte, musste sich verstecken. Auch das Veröffentlichen war unkompliziert. Fotos kamen ins Internet, auf Webseiten in Foren, ohne Rückfrage bei den Abgebildeten. Das war normal und legal. Privacy war ein Fremdwort. Die ersten sozialen Netzwerke verstärkten den Trend. Fotos wurden massenhaft hochgeladen und geteilt, ohne an Persönlichkeitsrechte zu denken. Jeder war Fotograf und Verleger zugleich. Heute ist das Fotografieren streng geregelt. Ohne Einverständnis darf niemand fotografiert werden. Veröffentlichungen sind problematisch. Was früher normal war, ist heute rechtlich heikel. Das Recht am eigenen Bild ist zum Grundrecht geworden.
Ohne Sicherheitsgurt im Bus fahren
Anschnallen im Bus gab es nicht. In den 90ern und 2000ern hatten Busse keine Sicherheitsgurte und niemand vermisste sie. Man saß, stand oder lehnte sich entspannt zurück. Sicherheitsgurte waren nur im Auto nötig. Besonders bei Schulbusfahrten war alles erlaubt. Kinder sprangen herum, standen während der Fahrt auf, wechselten die Plätze. Der Busfahrer konzentrierte sich aufs Fahren. Die Aufsicht war minimal. Auch bei längeren Busreisen gab es keine Gurte. Reisebusse, Linienbusse, Stadtbusse, alle fuhren ohne Anschnallmöglichkeit. Das war normal und unproblematisch. Busse galten als sicher. Die Unfallzahlen waren niedrig. Schwere Verletzungen selten. Busse fuhren vorsichtiger als Autos. Die Geschwindigkeiten waren geringer. Sicherheitsgurte schienen überflüssig. Heute haben viele Busse Sicherheitsgurte, besonders Reisebusse. Die Nutzung ist oft Pflicht, die Kontrollen werden strenger. Was früher undenkbar war, wird heute Standard. Die Sicherheit im öffentlichen Verkehr hat sich verbessert.
Ohne Jugendschutz Gewaltspiele spielen
Gewaltspiele ohne Altersbeschränkung, in den 90ern und frühen 2000ern völlig normal. Spiele wie Doom, Quake oder Grand Theft Auto kauften auch Minderjährige problemlos. Jugendschutz bei Computerspielen war unbekannt. Die ersten Egoshooter waren revolutionär und umstritten. Eltern und Politiker warnten vor Gewaltverherrlichung, aber die Spiele waren frei verkäuflich. Jeder konnte sie kaufen, egal wie alt er war. Besonders in Computerläden war alles möglich. Die Verkäufer waren meist selbst Gamer und verkauften an jeden, der bezahlen konnte. Altersbeschränkungen gab es nicht, Kontrollen auch nicht. Die Spiele wurden kopiert und getauscht wie Musik. Wer das neueste Gewaltspiel hatte, war der König der Schule. Eltern wussten meist nicht, was ihre Kinder spielten. Heute ist der Jugendschutz bei Spielen streng. USK Kennzeichnungen sind Pflicht. Verkäufer kontrollieren das Alter. Verstöße werden bestraft. Was früher frei war, ist heute reguliert. Der Jugendschutz bei Medien hat sich dramatisch verschärft.
Ohne Führerschein Mofa fahren
Mofa ohne Führerschein. In den 90ern völlig normal. Wer 15 war, konnte sich ein Mofa kaufen und losfahren. Ohne Prüfung, ohne Führerschein, ohne Bürokratie. Das Mofa war der erste Schritt in die Mobilität. Die 25 km pro Stunde schnellen Mofas waren perfekt für Jugendliche. Zur Schule, zu Freunden, zum Fußballplatz. Endlich war man unabhängig von Eltern und Bussen. Das Mofa bedeutete Freiheit. Auch die Polizei war tolerant. Solange man nicht zu schnell fuhr oder Unfälle baute, wurde meist ein Auge zugedrückt. Mofas galten als harmlos, die Fahrer als ungefährlich. Die Technik war einfach. Reparaturen machte man selbst. Jeder Jugendliche kannte sich mit Mofas aus, bastelte und Das war Teil der Jugendkultur. Heute braucht man für Mofas einen Führerschein. Prüfung, Theorie, Kosten, alles ist bürokratisch geworden. Was früher einfach war, ist heute kompliziert. Die unkomplizierte Mobilität für Jugendliche ist Geschichte.
Ohne Datensicherung arbeiten
Backup, was war das denn? In den 90er Jahren und frühen Zweitausendern arbeiteten die meisten ohne jede Datensicherung. Wenn die Festplatte crashte, waren alle Daten weg. Pech gehabt. Das war das Risiko der digitalen Welt. Besonders private Nutzer machten nie Backups, Fotos, Dokumente, E-Mails. Alles lag nur auf der Festplatte. Wenn die kaputt ging, war jahrelange Arbeit verloren. Aber das passierte ja nur anderen. Auch in kleinen Firmen war Datensicherung selten. Die Technik war teuer und kompliziert, das Bewusstsein für Risiken gering. Wer Pech hatte, verlor alles und fing von vorne an. Die ersten Backup-Lösungen waren umständlich. Disketten, CD-ROMS, Bandlaufwerke, alles dauerte ewig und war fehleranfällig. Viele verzichteten darauf und hofften auf Glück. Heute ist Backup-Standard. Cloud-Speicher, automatische Sicherungen, redundante Systeme. Alles ist abgesichert. Was früher Glückssache war, ist heute Routine. Der Datenverlust ist zum seltenen Unfall geworden.
Ohne Einverständnis E-Mailadressen sammeln
E-Mailadressen sammeln ohne zu fragen. In den frühen 2000ern völlig normal. Jeder sammelte Adressen, wo er konnte. Von Webseiten, aus Foren, von Bekannten. Spam war lästig, aber legal. Besonders Unternehmen sammelten massenhaft E-Mailadressen. Adresshändler verkauften Listen mit Millionen Adressen. Newsletter wurden ungefragt verschickt. Das war normales Marketing. Auch private Nutzer gaben bereitwillig ihre Adressen weiter. Kettenbriefe, Witze, Fotos. Alles wurde an alle Bekannten geschickt. CC und BCC waren unbekannt. Privacy war unwichtig. Die ersten Spamfilter waren schlecht. Die meisten E-Mails kamen durch. Wer eine E-Mailadresse hatte, bekam täglich dutzende, unerwünschte Nachrichten. Das war der Preis der digitalen Kommunikation. Heute ist unerwünschte E-Mail-Werbung verboten. Double-Opt-in ist Standard. Verstöße werden bestraft. Was früher normal war, ist heute illegal. Der Schutz vor Spam hat sich dramatisch verbessert.
Ohne Lizenz Filme kopieren und verleihen
Filme kopieren und verleihen. In den 90ern und 2000ern völlig normal. Wer einen Videorecorder hatte, kopierte Filme für Freunde und Familie. Das war Nachbarschaftshilfe, kein Verbrechen. Besonders teure Filme wurden massenhaft kopiert. Warum 25 € für eine DVD bezahlen, wenn der Nachbar sie ausleihen konnte? Kopieren war gesellschaftlich akzeptiert und technisch einfach. Auch Videotheken kopierten manchmal illegal. Wenn ein Film sehr gefragt war, wurden schnell ein paar Kopien gemacht. Das war ein offenes Geheimnis, das alle tolerierten. Die Qualität der Kopien war schlecht, aber das war egal. Hauptsache, man konnte den Film sehen. Originalität war weniger wichtig als Verfügbarkeit. Heute ist Film-Piraterie streng verfolgt. Streaming hat das Problem entschärft, aber illegale Kopien sind verpönt. Was früher Kavaliersdelikt war, ist heute Straftat. Die Zeiten der kostenlosen Filme sind vorbei.
Fazit
Das waren 25 Dinge, die in den 90er Jahren und 2000er Jahren völlig normal waren, heute aber undenkbar sind. Von Rauchen in Restaurants bis zu illegalen Downloads. Die Welt hat sich dramatisch verändert. Manche Verbote sind sinnvoll und schützen uns. Andere machen das Leben komplizierter. Aber eines ist sicher, die lockeren 90er und Zweitausender kommen nicht wieder. Welche dieser Dinge vermisst ihr und was findet ihr gut, dass es heute verboten ist? Schreibt es in die Kommentare und erzählt uns von euren eigenen Erinnerungen an diese wilde Zeit.