Thailand fliegt Luftangriffe auf Kambodscha (385.000 Menschen evakuiert)

Südostasien am Abgrund: Nach Friedensvertrag eskaliert Thailand-Kambodscha-Konflikt mit Panzern, F-16 und einer halben Million Evakuierten


Article: Südostasien am Abgrund: Nach Friedensvertrag eskaliert Thailand-Kambodscha-Konflikt mit Panzern, F-16 und einer halben Million Evakuierten

Die Hoffnungen auf dauerhaften Frieden in Südostasien sind jäh zerstoben. Nur wenige Wochen, nachdem Thailand und Kambodscha unter der Schirmherrschaft internationaler Vermittler einen Waffenstillstand besiegelt hatten, ist der alte Grenzkonflikt mit erschreckender Geschwindigkeit in einen neuen, offenen Krieg eskaliert. Was als lokale Scharmützel begann, entwickelte sich innerhalb weniger Stunden zu einem umfassenden militärischen Schlagabtausch. Kambodschanische Artillerie- und Raketenstellungen feuern auf thailändisches Gebiet, während Thailand mit dem Einsatz von Panzern, Drohnen und hochmodernen F-16 Kampfflugzeugen antwortet. Die unmittelbare Folge ist eine humanitäre Katastrophe: Berichten zufolge wurden bereits zwischen 385.000 und einer halben Million Menschen aus den Grenzregionen evakuiert. Die Spannungen sind nicht nur zurück, sie drohen nun, die gesamte Region in einen Flächenbrand zu ziehen.

Die zerbrochene Hoffnung auf Frieden

Es ist kaum zu glauben: Gerade einmal sechs Wochen ist es her, dass Thailand und Kambodscha mit tatkräftiger Unterstützung der Vereinigten Staaten von Amerika und Malaysias ein offizielles Friedensabkommen unterzeichneten. Dieses Abkommen beendete damals einen rund zwei Wochen dauernden Konflikt und nährte die Hoffnung, dass die Vernunft und der diplomatische Weg in dieser historisch brisanten Region die Oberhand gewinnen würden. Doch offenbar haben sich in beiden Hauptstädten jene Kräfte durchgesetzt, die eine militärische Lösung über die Diplomatie stellen. Seit heute Morgen herrscht entlang der gesamten thailändisch-kambodschanischen Grenze wieder Alarmstufe Rot. Der Einsatz von schwerem Gerät, die Berichte über Tote und Verwundete unter Soldaten und Zivilisten, und vor allem die unmissverständliche Rhetorik aus Bangkok und Phnom Penh lassen keinen Zweifel daran, dass dieser Krieg anders sein wird als der letzte.

Das Spiel der Schuldzuweisungen und die ersten Opfer

Wie so oft in militärischen Konflikten, ist die tatsächliche Ursache der jüngsten Eskalation bereits in den Wirren der gegenseitigen Schuldzuweisungen verschwunden. Die Propaganda läuft auf beiden Seiten auf Hochtouren, wobei jede Nation behauptet, lediglich in Selbstverteidigung zu handeln und vom Gegner zuerst angegriffen worden zu sein.

Laut offizieller thailändischer Darstellung, bestätigt durch Generalmajor Wil Souvare, eröffneten kambodschanische Soldaten am Montagmorgen in der Provinz Ubon Ratchathani das Feuer auf thailändische Truppen. Bei diesem ersten Zusammenstoß wurde ein thailändischer Soldat getötet und vier weitere verletzt – ein tödlicher Funke, der das Pulverfass zur Explosion brachte. Die thailändische Armee reagierte daraufhin mit Artillerie und Drohnenangriffen.

Die Sprecherin des kambodschanischen Verteidigungsministeriums, Generalleutnant Malei, konterte jedoch umgehend. Sie erklärte, Thailand habe zuerst angegriffen, und Kambodscha habe anfänglich nicht einmal zurückgeschlagen. Sie forderte Thailand auf, alle “feindseligen Aktivitäten” unverzüglich einzustellen. Angesichts der nun eskalierenden Situation ist diese Forderung jedoch ein Appell an eine Vernunft, die in den Hauptstädten beider Länder verflogen scheint. Die unmittelbare und schwere thailändische Reaktion – der Einsatz von F-16 Kampfjets – deutet darauf hin, dass die Entscheidung für eine umfassende Operation bereits im Vorfeld getroffen wurde.

Die kategorische Ablehnung externer Vermittlung

Ein besonders dramatischer Wendepunkt in diesem Konflikt ist die Haltung des thailändischen Premierministers Anutin. In einer offiziellen Mitteilung kündigte er nicht nur weitere Angriffe auf militärische Ziele in Kambodscha an, sondern vollzog eine diplomatische Kehrtwende, die weltweit für Entsetzen sorgt. Premierminister Anutin schloss alle Verhandlungskanäle mit Kambodscha und erklärte, er werde eine Beteiligung externer Vermittler wie des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump oder des malaysischen Premierministers Anwar nicht mehr in Betracht ziehen.

Diese kategorische Ablehnung, untermauert durch die erklärte Ungültigkeit der gemeinsamen Friedenserklärung, stellt eine Kriegserklärung der härtesten Sorte dar. Der thailändische Regierungschef signalisiert damit unmissverständlich, dass dieser Konflikt nicht länger diplomatisch, sondern ausschließlich militärisch ausgetragen werden soll. Selbst die Androhung von Zöllen oder Sanktionen durch die USA scheint ihn unbeeindruckt zu lassen. Er hat gemäß der Resolution des Nationalen Sicherheitsrates umfassende Militäroperationen genehmigt, wobei er stets betont, Thailand habe die Aggression nicht initiiert und handle rein in Selbstverteidigung. Mit dieser Haltung wird die Dauer und Intensität des aktuellen Konflikts voraussichtlich jenen des Vorkriegsmonats bei Weitem übersteigen.

Der Einsatz von Feuerkraft und die ersten Eroberungen

Die militärische Überlegenheit Thailands ist erdrückend. Die thailändische Armee ist zahlenmäßig dreimal so groß wie die kambodschanische, ganz zu schweigen von der massiven Überlegenheit bei Artillerie und Luftwaffe. Wenn Thailand diesen Konflikt eskalieren will, könnte es Kambodscha relativ schnell an den Rand der Niederlage drängen. Diesen Willen bewies Thailand unmittelbar nach der offiziellen Genehmigung der Militäroperationen.

Berichte über die ersten Eroberungen gegnerischen Territoriums machen bereits die Runde. Thailändische Streitkräfte sollen die Grenze nach Kambodscha überschritten und das Dorf Poipet, genauer gesagt die Ortschaft „Britanchan“ in der Provinz Sektor Sa Kaeo, eingenommen haben. Auf CCTV-Aufnahmen sind Soldaten der Royal Thai Army und gepanzerte Mannschaftstransportwagen vom Typ M113 zu sehen, die die Grenze überqueren und in kambodschanisches Gebiet vordringen. Dies ist eine gefährliche Eskalationsstufe, da die Einnahme von Territorium die politische Rückkehr zum Status quo ante extrem erschwert.

Derweil flogen thailändische F-16 Kampfflugzeuge im Bezirk Sangkha in der Provinz Surin mehrere Angriffe auf das verlassene Chong An Ma Casino. Berichten zufolge diente dieses Kasino unweit der Grenze der kambodschanischen Armee als Stützpunkt. Gleichzeitig feuert Kambodscha schwere Artillerie und Mörser im Gebiet Ban Nong Ya King in der Provinz Si Sa Ket ab, um die thailändischen Streitkräfte zurückzudrängen. Der Rauch des Artilleriebeschusses ist bereits aus der Region zu sehen.

Die geopolitische Zündschnur: China und die USA

Die große Frage, die nun die internationalen Beobachter beschäftigt, ist, ob dieser Konflikt auf Thailand und Kambodscha beschränkt bleiben wird. Kambodscha pflegt enge Beziehungen zu China, das als dessen wichtigster Verbündeter gilt. Sollte Thailand seine militärische Überlegenheit voll ausspielen, könnte ein Eingreifen Chinas wahrscheinlich werden. Wie, wann und mit welcher Stärke Peking reagieren würde, ist unklar, doch jeder Schritt Chinas würde unweigerlich eine Kettenreaktion auslösen.

Auf der anderen Seite steht Thailand, traditionell ein Verbündeter der Vereinigten Staaten. Sollte die Situation weiter eskalieren und China eingreifen, könnte dies die USA auf den Plan rufen. Die Konfrontation zwischen Thailand und Kambodscha droht somit, zu einem Stellvertreterkonflikt zwischen globalen Großmächten zu werden. Dies würde nicht nur Südostasien, sondern die gesamte internationale Ordnung auf eine harte Probe stellen. Die Welt hält den Atem an und verfolgt mit Sorge die Entwicklungen an der Grenze, wo die Fetzen fliegen und sich abzeichnet, dass dieser Krieg bis zum bitteren Ende geführt werden könnte, mit unkalkulierbaren Risiken für Millionen von Menschen.

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