
Ein aufwendiges Blumengesteck, frische brennende Grabkerzen und eine enge Freundin, die nichts von alldem wusste. Knapp ein Monat nach dem Freitod der Kessler-Zwillinge sind die Schwestern am Dienstag still und heimlich auf dem Waldfriedhof in Grünwald beigesetzt worden (AZ berichtete).
Am Grab ist nach wie vor nur der Name ihrer Mutter, Elsa Kässler, zu lesen – nicht einmal ein Holzkreuz weist übergangsweise auf Alice und Ellen Kessler hin, die nun, wie gewünscht, neben ihrer Mutter die letzte Ruhe gefunden haben.
Beisetzung der Kessler-Zwillinge: Freundin wusste nicht Bescheid
So sehr sie sich Zeit ihres Lebens in der Öffentlichkeit bewegten, so wenig wollten die Kessler-Zwillinge jene auf ihrem letzten Weg dabei haben. Nicht einmal enge Wegbegleiterinnen der Schwestern wie Bibi Johns (96) waren eingeweiht. “Selbst hätte ich auch so gerne gewusst, wer jetzt alles organisiert”, schreibt die Schauspielerin und Sängerin am Tag nach der Beisetzung auf Nachfrage der AZ.
Die drei Frauen verband eine jahrzehntelange innige Freundschaft. Wie die Kessler-Schwestern kannte auch die “Bella Bimba”-Sängerin das Showbusiness nur zu gut. Die Freundinnen erschienen Seite an Seite auf Veranstaltungen, feierten Geburtstage zusammen, waren eng miteinander verbunden.
Doch mit dem Tod der Schwestern findet dieses Vertrauensverhältnis offenbar ein jähes Ende: Denn Stillschweigen hatten sich die Schwestern offenkundig nicht nur angesichts ihrer Beisetzung gewünscht, sondern auch was persönliche Stücke aus ihrem Nachlass betrifft.

Vermögen der Kesslers geht an Hilfsorganisationen
Grundsätzlich gingen Alice und Ellen Kessler schon zu Lebzeiten offen damit um, was nach ihrem Tod mit ihrem Vermögen passieren sollte: Profitieren sollten mehrere Hilfsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen, die Blindenmission und Unicef, sagten die Schwestern zuletzt in einem Interview mit der “Bild” aus dem Jahr 2023. Doch wie steht es um persönliche Erinnerungsstücke? Eine Frage, die auch Bibi Johns auf den Nägeln brennt, wie sie der AZ erzählt.
Bibi Johns: Dieses Erinnerungsstück will sie jetzt zurück
“Ich hatte ihnen (Alice und Ellen, d. Red.) zu ihrem 60. Geburtstag ein Gemälde von mir geschenkt.” Dieses Gemälde mit Titel “ELLEN UND ALICE” zeigt die Hände der Kessler-Zwillinge, wie sie synchron Äpfel schälen – doch die Schalen fallen nicht zu Boden, sondern sind, wie die Schwestern selbst, miteinander verbunden. Das Bild habe die Lebenssituation der Zwillinge symbolisiert und Zeit ihres Lebens in Alice Kesslers Esszimmer gehangen, so Bibi Johns.
“Von der Idee her eines meiner besten Gemälde”, so die 96-Jährige, die ihre Werke schon in mehreren Galerien Deutschlands ausgestellt hat. Das Bild hat für Johns auch aus einem ganz bestimmten Grund einen besonderen Wert: “Ich würde es so gerne zurück haben, da alle meine Bilder zusammenbleiben müssen, wenn ich selbst weggehe”, so die 96-Jährige offen.
Drei Wochen vor ihrem Tod: Kessler-Zwillinge sprechen mit Bibi Johns über Suizid
Wer darüber entscheidet, was mit Erinnerungsstücken wie besagtem Gemälde passiert, liegt offenbar auch für enge Freundinnen wie Bibi Johns im Dunkeln. Dabei hatten die Schwestern bis zuletzt schonungslos offen mit ihrer langjährigen Vertrauten kommuniziert: Sie habe die beiden in der Zeit vor ihrem Tod “viel öfter gesehen als früher”, schreibt Johns der AZ. “Wir haben dabei oft über das Thema Tod gesprochen. Über das Thema Freitod wurde auch oft diskutiert, zuletzt noch drei Wochen vor ihrem Tod.”

Bibi Johns: “Respektiere den Entschluss”
Daher habe sie gewusst, dass Alice und Ellen Kessler den Zeitpunkt ihres Todes selbst bestimmen möchten. “Dass sie diesen Schritt jetzt schon planen würden, das habe ich mir nicht denken können.”
Dennoch respektiere sie den Entschluss ihrer Freundinnen und wünsche ihnen den ersehnten Frieden. Aber, so die Künstlerin offen: “Sie fehlen mir.”
Damit bleiben auch Wochen nach dem Tod der Kessler-Zwillinge zahlreiche offene Fragen – und die Erinnerung an ein schillerndes Leben im Rampenlicht, auf den Bühnen dieser Welt und im Herzen der wenigen Menschen, die ihnen bis zu ihrem Tod am nächsten waren.
Anmerkung der Redaktion: In der Regel berichtet die AZ nicht über Selbsttötungen – es sei denn, die Tat erfährt durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Suizidgedanken sind häufig eine Folge psychischer Erkrankungen. Letztere können mit professioneller Hilfe gelindert und geheilt werden. Wer Hilfe sucht, auch als Angehöriger, findet sie bei der Telefonseelsorge: 0800–111 0 111 und 0800–111 0 222. Die Berater sind rund um die Uhr erreichbar, jeder Anruf ist kostenlos.
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