Es gibt Fernsehserien, die mehr sind als nur Unterhaltung. Sie werden zu einem Teil des Lebens, zu einem Spiegelbild der eigenen Hoffnungen, Sorgen und Träume. „Diese Drombuschs“, gestartet im Jahr 1983, war eine solche Serie. Sie erzählte die Geschichte einer ganz normalen Familie aus Darmstadt, mit all ihren alltäglichen Problemen, ihren kleinen Freuden und großen Katastrophen. Vera und Siegfried Drombusch, ihre Kinder Chris, Marion und Thomi, die resolute Oma Margarethe und der polternde Onkel Ludwig wurden für Millionen von Zuschauern zu vertrauten Begleitern. Sie zeigten, dass man auch die schwersten Schicksalsschläge überwinden kann, solange man als Familie zusammenhält. Doch während die Drombuschs auf dem Bildschirm immer wieder einen Weg aus der Dunkelheit fanden, zog hinter den Kulissen ein unheimlicher Schatten auf. Ein dunkler Fluch schien sich über die Darsteller zu legen, der ihr Leben nach dem Ende der Serie in eine Abwärtsspirale aus Krankheit, Einsamkeit, finanziellem Ruin und tragischem Tod zog.

Im Zentrum der Serie stand Witta Pohl als die aufopferungsvolle Mutter Vera Drombusch. Sie war die Seele der Familie, der Fels in der Brandung, der alles zusammenhielt. Ihre Darstellung war so authentisch und berührend, dass sie für viele zur Idealbild einer deutschen Mutter wurde. Doch das Leben von Witta Pohl selbst war von schweren Kämpfen gezeichnet. Nach dem Ende der Serie wurde es stiller um die gefeierte Schauspielerin. Sie engagierte sich unermüdlich für wohltätige Zwecke, doch privat kämpfte sie einen einsamen Kampf gegen den Krebs. Im Jahr 2011 erlag sie im Alter von 73 Jahren ihrer Leukämie-Erkrankung. Ihr Tod hinterließ eine Lücke, nicht nur in der deutschen Schauspiel-Landschaft, sondern auch in den Herzen der Fans, die mit ihr gealtert waren.
Eine der markantesten und beliebtesten Figuren war ohne Zweifel Günter Strack in der Rolle des Ludwig Burlitz, Onkel Ludwig. Sein herzliches, aber oft auch aufbrausendes Wesen machte ihn zum heimlichen Star der Serie. Strack war bereits vor den „Drombuschs“ ein gefeierter Charakterdarsteller, doch die Rolle des Onkel Ludwig machte ihn unsterblich. Er verkörperte eine urdeutsche Seele, liebenswert und kantig zugleich. Umso größer war der Schock, als er 1999 völlig unerwartet im Alter von nur 69 Jahren an Herzversagen starb. Sein plötzlicher Tod fühlte sich für viele an, als wäre ein echtes Familienmitglied von ihnen gegangen. Er war einer der ersten, dessen Schicksal die düstere Vorahnung nährte, dass auf den Stars der Serie kein Segen lag.

Die wohl tragischste und schockierendste Geschichte ist die von Mick Werup, der den ältesten Sohn Christoph, genannt Chris, spielte. Chris Drombusch war der rebellische, aber gutherzige Sohn, der seinen Platz im Leben suchte und oft mit den Erwartungen seiner Familie haderte. Seine Figur durchlebte eine dramatische Entwicklung, die viele junge Zuschauer fesselte. Nach dem Aus der Serie versuchte Mick Werup, an seine Erfolge anzuknüpfen, doch der große Durchbruch blieb aus. Rollenangebote wurden seltener, die finanzielle Unsicherheit wuchs. Er kämpfte mit Depressionen, fühlte sich von der Branche vergessen und litt unter dem Gefühl, auf eine einzige Rolle reduziert zu werden. Im Jahr 2011, nur wenige Monate nach dem Tod seiner TV-Mutter Witta Pohl, nahm sich Mick Werup im Alter von nur 52 Jahren das Leben. Sein Freitod war ein Schock, der die dunkle Seite des Ruhms brutal offenbarte und die Frage aufwarf, was mit den einst so gefeierten Helden der Nation geschah, wenn die Kameras aus waren.
Auch das Leben anderer Darsteller war von schweren Schicksalsschlägen gezeichnet. Grete Wurm, die die unvergessliche, oft stachelige, aber im Grunde herzensgute Oma Margarethe spielte, verstarb 2002 im Alter von 82 Jahren. Constanze Engelbrecht, die in der Serie die Rolle der Brigitte Sanders übernahm, wurde viel zu früh aus dem Leben gerissen. Sie starb im Jahr 2000 mit nur 50 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung. Michael Degen, der den charmanten Dr. Martin Sanders verkörperte, verstarb 2022 im hohen Alter von 90 Jahren, doch auch sein Leben war von den tiefen Narben seiner Kindheit im Holocaust geprägt.
Der Fluch schien sich fortzusetzen. Heinz-Gerhard Lück, der den unliebsamen Nachbarn Herbert Reibold spielte, verstarb 2017. Franz Rudnick, der als Herr Immelmann zu sehen war, starb bereits 2005. Die Liste der verstorbenen Darsteller ist lang und erschreckend. Es ist, als hätte das fiktive Leid der Familie Drombusch auf dem Bildschirm eine unheilvolle Resonanz im realen Leben der Schauspieler gefunden.
Einige wenige Hauptdarsteller sind heute noch aktiv und gesund. Sabine Kaack, die die temperamentvolle Tochter Marion spielte, ist nach wie vor eine gefragte Schauspielerin. Marion Kracht, die als Chris’ Frau Tina zur Familie stieß, hat ebenfalls eine beständige Karriere. Doch auch sie blicken mit einer Mischung aus Wehmut und Trauer auf die Zeit zurück, die ihr Leben für immer prägte.

Was bleibt, ist die Frage, warum so viele der „Drombusch“-Stars ein so tragisches Ende fanden. War es reiner Zufall? Oder liegt in der Natur des Ruhms eine zerstörerische Kraft, die manche Menschen zerbrechen lässt, wenn das Scheinwerferlicht erlischt? Die Serie „Diese Drombuschs“ endete 1994. Die Geschichten der Schauspieler gingen weiter, oft abseits der Öffentlichkeit, in einer Realität, die weitaus härter und unbarmherziger war als jedes Drehbuch. Der unheimliche Fluch der „Drombuschs“ ist eine Mahnung, dass hinter jeder glänzenden Fassade menschliche Schicksale stehen, die oft einsam und im Stillen ausgefochten werden. Die heile Welt von Darmstadt existierte nur auf dem Bildschirm. Die Realität war für viele ihrer Helden ein Kampf, den sie am Ende verloren.
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