Eine Familie stirbt im Türkei-Urlaub. Ein Taxifahrer berichtet von furchtbare Szenen auf dem Weg in die Klinik. Nun gibt es „stichhaltige Beweise“ für die Todesursache.
Update vom 25. November, 19:35 Uhr: Der Obduktionsbericht zur Touristenfamilie in Istanbul liefert nach Angaben der türkischen Medien T24 und Halk TV „stichhaltige Beweise“ für eine Phosphin-Vergiftung durch ein Bettwanzenmittel, dessen Einsatz von den Rechtsmedizinern nachgewiesen wurde. In Blut, Magen und Nahrungsresten der Verstorbenen wurden hingegen keine Giftrückstände festgestellt – womit sich die bereits in der Vorwoche berichtete Vermutung einer tödlichen Chemikalien-Vergiftung durch Schädlingsbekämpfungsmittel bestätigt.
Ursprungsartikel vom 19. November, 17:09 Uhr: Istanbul – Das Schicksal einer deutschen Familie im Türkei-Urlaub erschüttert auch Tage nach Bekanntwerden. Nun gibt es einen weiteren Hinweis auf die mutmaßliche Todesursache der vierköpfigen Familie. Wie die dpa unter Berufung auf Medienberichte meldet, belastet ein vorläufiger Bericht der türkischen Gerichtsmedizin das Hotel. Währenddessen kommen weitere erschütternde Details ans Licht.


In dem vorläufigen Bericht werde erklärt, dass der Tod der vierköpfigen Familie vorrangig durch eine chemische Vergiftung im Hotel verursacht worden sei, berichtete der Staatssender TRT unter Berufung auf das Dokument. Die Wahrscheinlichkeit einer Lebensmittelvergiftung werde damit als gering eingestuft. Die Untersuchungen seien jedoch noch nicht final abgeschlossen.
Familie stirbt im Türkei-Urlaub: Hotel rückt erneut in den Fokus
Damit rückt erneut das Hotel in den Fokus. Bereits am Wochenende war bekannt geworden, dass weitere Hotel-Gäste über Übelkeit und Erbrechen geklagt hatten. Ein Zimmer sei mit Chemikalien desinfiziert worden, hieß es. Das Hotel wurde mittlerweile evakuiert und versiegelt.
Nachdem die Mutter und ihre zwei kleinen Kinder vergangene Woche in Istanbul gestorben waren, starb am Montagabend, 17. November 2025, auch der Vater in einem Krankenhaus. Ermittler vermuteten zunächst eine Lebensmittelvergiftung. Zahlreiche Personen wurden festgenommen. Ermittler gehen mittlerweile aber auch Hinweisen auf eine Vergiftung durch Chemikalien nach, die Berichten zufolge bei der Bekämpfung von Ungeziefer im Hotel der Familie verwendet wurden. Proben der verwendeten Chemikalien sollen noch untersucht werden, so TRT.
Wie die Journalistin Dilek Yaman Demir auf X berichtet, soll ein Verdächtiger im Zusammenhang mit der mutmaßlichen Vergiftung im Hotel bereits zuvor in einen ähnlichen Fall verwickelt gewesen sein. Damals habe ein Kind mit einer Pestizidvergiftung ins Krankenhaus gemusst, nachdem bei einem Korankurs eine Schädlingsbekämpfungsmaßnahme stattgefunden habe. Dass es sich bei dem damaligen Mitarbeiter tatsächlich auch um den Mann handelt, der im Rahmen der aktuellen Geschehnisse verhaftet wurde, ist offiziell nicht bestätigt.
Familie aus Hamburg stirbt während Türkei-Urlaub: Taxifahrer berichtet erstmals Details
Währenddessen kommen weitere, erschütternde Details ans Licht. Türkische Medien zeigen beispielsweise Aufnahmen der Überwachungskamera des Hotels. Darauf zu sehen: eine junge Familie bei ihrer Ankunft im Hotel. Wie das türkische Portal milliyet.com berichtet, soll es sich dabei um die Familie aus Deutschland handeln. Die Aufnahmen sollen demnach die Ankunft der Familie wenige Stunden vor der Vergiftung zeigen. Wie das türkische Portal sabah.com hingegen berichtet, soll es den Moment der Rückkehr aus dem Krankenhaus zeigen. Offiziell bestätigt wurde die Echtheit der Aufzeichnungen bislang nicht.

Das türkische Portal milliyet.com berichtet zudem Details des 12. November. Nachdem bei der Familie die ersten Symptome eingesetzt hatten, habe die vierköpfige Familie ein Krankenhaus aufgesucht. Im Gespräch mit türkischen Medien äußerte sich auch der Taxifahrer, der die Familie in die Klinik gefahren haben will. Das Portal milliyet.com zitiert den Mann. Demnach sei die Familie ihm regelrecht vor das Auto gesprungen. Die Mutter habe sich selbst kaum noch auf den Beinen halten können. Alle vier Personen hätten während der Fahrt mehrfach in Plastiktüten erbrochen. Der Familienvater habe zu ihm gesagt: „Bitte, bringen Sie uns ins nächste Krankenhaus!“
Mädchen habe während der Fahrt auf einmal Blut erbrochen
Wie der Taxifahrer weiter erklärt, sei die Familie während der Fahrt in Panik ausgebrochen, als die Tochter der Familie auf einmal Blut erbrochen habe. Die Eltern seien kurz darauf mit Durchfall und Gastroenteritis diagnostiziert und behandelt worden, die Kinder in einer anderen Klinik wegen Übelkeit und Erbrechens, später aber wieder entlassen worden. Die Familie sei dann ins Hotel zurückgekehrt. Als sich besonders der Zustand der Kinder verschlechterte, sei die gesamte Familie in der Nacht erneut in ein Krankenhaus gebracht worden. Kurz darauf verstarben beide Kinder, gefolgt von der Mutter.
Inzwischen wurden elf Verdächtige festgenommen. Gegen vier von ihnen wurde der Nachrichtenagentur Anadolu zufolge am Montagabend Haftbefehl erlassen. Dabei handelte es sich um Verkäufer von Süßigkeiten, gefüllten Muscheln und einem Gericht aus Kalbsdärmen (Kokorec) sowie einen Besitzer eines Cafés. Ihnen werde fahrlässige Tötung vorgeworfen. Die Familie hatte bei den Verdächtigen gegessen. Doch ob nun eine Vergiftung im Hotel oder doch eine Lebensmittelvergiftung ursächlich Schuld am Tod der Familie ist, muss nun weiter geklärt werden. Eine erste Autopsie der Mutter und der Kinder hatte keine nennenswerten Ergebnisse gebracht. Quellen: dpa, milliyet.com, sabah.com (jl)
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