Mit 43 Jahren brach Kerstin Ott ihr Schweigen – und gestand der Liebe ihres Lebens
Jahrelang kannte man Kerstin Ott vor allem als die Frau mit der markanten Stimme, den eingängigen Melodien und den authentischen Texten. Sie sang über Liebe, Verlust und Hoffnung, aber über ihr eigenes Herz sprach sie selten. Nun, mit 43 Jahren, brach die Sängerin endlich ihr Schweigen und machte ein Geständnis, das ihre Fans zutiefst berührte – und überraschte.
Vom Kinderzimmer zur Chartspitze
Geboren 1982 in Berlin und aufgewachsen in Norddeutschland, begann Kerstin Ott schon früh Musik zu machen. Mit ihrer Gitarre schrieb sie Lieder, die zunächst nur im Freundeskreis gespielt wurden. Einer dieser Songs – „Die immer lacht“ – sollte Jahre später ihr Leben verändern. Ursprünglich als private Aufnahme gedacht, landete er im Internet und wurde 2016 zum Riesenerfolg. Innerhalb kürzester Zeit stürmte Kerstin die Charts und wurde zum Gesicht eines modernen, ehrlichen Schlagers.
Erfolg – und eine verschlossene Tür
Während ihre Karriere Fahrt aufnahm, hielt Kerstin ihr Privatleben weitgehend unter Verschluss. Zwar war bekannt, dass sie offen lesbisch lebt, doch über ihre tiefsten Gefühle sprach sie kaum. „Ich habe gelernt, meine Emotionen in meine Musik zu packen, nicht in Interviews“, erklärte sie einmal.
In Interviews wirkte sie oft cool und kontrolliert. Doch Freunde beschreiben sie als sensibel, verletzlich und sehr loyal. Viele ahnten: Hinter der Bühne gab es eine Geschichte, die noch nicht erzählt worden war.
Die große Liebe – und die gemeinsame Reise
2017 trat Kerstin mit Karolina Köppen vor den Standesbeamten. Die beiden kannten sich bereits seit einigen Jahren. Karolina brachte zwei Töchter mit in die Beziehung, und Kerstin übernahm sofort Verantwortung. „Es war wie ein fertiges Puzzle, das plötzlich passte“, sagte Kerstin später.
Gemeinsam meisterten sie den Balanceakt zwischen Familie und Kerstins wachsendem Erfolg. Tourneen, Auftritte, Medieninterviews – und immer wieder der Rückzug ins Private, um die Beziehung zu schützen. Für die Fans war klar: Das war die Liebe ihres Lebens.
Hinter den Kulissen – Kämpfe, die niemand sah
Doch das Leben auf Tour forderte seinen Preis. Kerstin sprach später offen über depressive Phasen und den Druck, ständig funktionieren zu müssen. „Die Depression war stärker als die Liebe“, gestand sie in einem Interview. Sie begann, sich zurückzuziehen, suchte Ablenkung in Arbeit und Musik.
Karolina blieb an ihrer Seite, aber die Belastung war spürbar. Es gab Momente, in denen sie nicht wusste, ob ihre Beziehung diesen Druck überstehen würde.
Das Geständnis mit 43
Im Frühjahr, an einem unscheinbaren Tag, saß Kerstin vor der Kamera für ein Interview. Sie wirkte nachdenklich, suchte nach den richtigen Worten – und dann kam es: „Die Liebe meines Lebens ist Karolina. Aber wir mussten lernen, dass Liebe nicht heißt, sich festzuhalten, wenn man sich verliert. Manchmal bedeutet Liebe, loszulassen.“
Diese Worte waren nicht nur ein Liebesgeständnis, sondern auch eine Offenbarung: Die beiden hatten sich entschieden, nicht mehr als Paar weiterzumachen – aber als Familie zu bestehen.
Reaktionen von Fans und Öffentlichkeit
Die Resonanz war überwältigend. Tausende Nachrichten erreichten Kerstin. Viele bedankten sich für ihre Ehrlichkeit. Andere teilten eigene Geschichten von Liebe und Loslassen. In den sozialen Medien wurde ihr Geständnis tausendfach geteilt.
Musikkollegen zollten Respekt. „So viel Offenheit ist selten in unserem Geschäft“, schrieb eine Kollegin. „Kerstin zeigt, dass Stärke bedeutet, verletzlich zu sein.“
Ein neuer Abschnitt
Heute lebt Kerstin weiterhin in Hamburg, konzentriert sich auf ihre Musik und auf ihre Rolle als „Bonus-Mama“ für Karolinas Töchter. Die beiden Frauen sehen sich regelmäßig, feiern Feste gemeinsam und unterstützen sich gegenseitig.
In ihrer Musik spiegelt sich diese neue Lebensphase wider. Ihre Lieder sind persönlicher, reifer, oft geprägt von der Erkenntnis, dass Liebe viele Formen annehmen kann. „Ich habe aufgehört, Liebe nur als romantische Beziehung zu sehen. Für mich ist es heute viel größer“, erklärte sie kürzlich.
Zwischen Bühne und Alltag
Trotz ihres Erfolgs bleibt Kerstin auf dem Boden. Sie kauft selbst im Supermarkt ein, fährt Fahrrad durch die Stadt und nimmt sich Zeit für Autogramme und Selfies mit Fans. „Ich weiß, wo ich herkomme, und ich weiß, dass all das nicht selbstverständlich ist“, sagt sie.
Ihre Tourneen sind ausverkauft, ihre Songs laufen im Radio, doch das Geständnis mit 43 hat ihrer Karriere eine neue Tiefe gegeben. Die Menschen sehen in ihr nicht nur die Sängerin, sondern auch die Frau, die den Mut hatte, ihre Wahrheit zu sagen – auch wenn sie weh tat.
Die Botschaft hinter den Worten
Für Kerstin war dieses Geständnis mehr als eine Schlagzeile. Es war ein Befreiungsschlag. „Ich wollte, dass die Menschen verstehen: Man kann jemanden von ganzem Herzen lieben und trotzdem einen anderen Weg gehen. Das nimmt der Liebe nichts – es verändert nur ihre Form.“
Ihre Offenheit inspiriert. Sie zeigt, dass Ehrlichkeit und Selbstrespekt Hand in Hand gehen. Und sie macht klar: Glück bedeutet nicht immer, dass alles so bleibt, wie es ist.
Ausblick
Was die Zukunft bringt, weiß Kerstin selbst nicht genau. Sicher ist nur: Sie wird weiter Musik machen, weiter Geschichten erzählen – und weiterhin sie selbst bleiben. Ob auf der Bühne oder im Privatleben, Kerstin Ott hat bewiesen, dass sie die Kraft hat, schwierige Wahrheiten auszusprechen.
Mit 43 Jahren hat sie ihrer Liebe die wohl ehrlichsten Worte geschenkt – und dabei gezeigt, dass wahre Stärke darin liegt, offen zu sein. Für viele ist sie damit nicht nur eine Musikerin, sondern auch ein Vorbild.