Francine Jordi, mit bürgerlichem Namen Francine Lehmann, wurde am 24. Juni 1977 in Richigen, einem beschaulichen Dorf im Kanton Bern, geboren. Sie ist eine der bekanntesten und vielseitigsten Schlagersängerinnen der Schweiz. Doch hinter ihrem strahlenden Lächeln und der beeindruckenden Karriere verbirgt sich eine Geschichte von tiefem Schmerz und schwierigen Entscheidungen, die sie nun mit der Welt teilt.

Die Anfänge einer beeindruckenden Karriere
Bereits als zehnjähriges Mädchen zeigte Francine ihr Talent, als sie in Interlaken für japanische Touristen sang. Ihre Musikleidenschaft war deutlich erkennbar und bald wurde sie zu einer gefeierten Künstlerin. 1998, mit dem Gewinn des Grand Prix der Volksmusik für das Lied „Das Feuer der Sehnsucht“, begann ihre Karriere richtig Fahrt aufzunehmen. Seitdem hat sie sich als feste Größe in der deutschen und Schweizer Volksmusikszene etabliert. Die Schweiz vertrat sie 2002 beim Eurovision Song Contest mit dem Lied „Dardin de Moname“, auch wenn sie nur den 22. Platz erreichte. Doch dieser Auftritt verschaffte ihr internationale Bekanntheit und festigte ihren Status als eine der beliebtesten Sängerinnen des Genres.
Die private Seite von Francine Jordi
Hinter der Bühne jedoch gibt es eine andere, verletzlichere Seite von Francine. Der Verlust ihres Vaters Franz Lehmann, der im Herbst 2020 nach einem Schlaganfall starb, hinterließ eine tiefe Lücke in ihrem Leben. Ihr Vater war nicht nur ihr spiritueller Halt, sondern auch ihre erste musikalische Inspiration. Francine verließ sofort ihre Deutschland-Tournee, um an seinem Krankenbett zu sein. Die Tage, in denen sie ihren Vater nicht mehr erkannte, stürzten sie in tiefe Trauer.

„Ich hatte Francine noch nie so traurig gesehen“, sagte ihre Mutter Margret in einem Gespräch Anfang 2025. Francine weinte viel, erinnerte sich an die Momente, in denen ihr Vater sie beim Klavierspielen unterstützt hatte. Ihre Trauer war so tief, dass sie sich in ihren Erinnerungen an ihre gemeinsame Musik verlor.
Der geheime Kummer: Eine verpasste Chance
Im Jahr 2025, im Alter von 48 Jahren, offenbarte Francine Jordi ein weiteres Geheimnis, das sie jahrzehntelang mit sich getragen hatte. 2003 hatte sie die Gelegenheit, in die USA zu ziehen und ihre Karriere auf die internationale Bühne zu bringen. Doch sie entschied sich, in der Schweiz zu bleiben, um ihre Mutter nach einer schweren Operation zu pflegen und ihre Schlagerkarriere fortzusetzen. Diese Entscheidung, die sie jahrelang für sich behielt, belastete sie tief. Besonders als sie sah, wie Kollegen wie DJ Bobo und DJ Ötzi internationalen Ruhm erlangten, fragte sie sich oft, was hätte sein können.
„Ich hatte das Gefühl, eine Chance verpasst zu haben“, gab sie in einem privaten Gespräch mit ihrer Schwester Nicole zu. Doch sie erklärte auch, dass diese Entscheidung ihre Sicht auf ihre Karriere und ihr Leben prägte. Sie versuchte stets zu beweisen, dass sie auch ohne den großen internationalen Erfolg erfolgreich sein konnte.
Der Einfluss von Florian Ast und ihre private Welt
Francine hatte mehrere Beziehungen, darunter eine bekannte mit dem Sänger Florian Ast, mit dem sie 2010 am Song „Träne“ zusammenarbeitete. Die Beziehung wurde in der Schlagerwelt als das ideale Paar gefeiert. Doch der Druck des öffentlichen Lebens und die beruflichen Verpflichtungen führten zu ihrer Trennung. Seitdem hält Francine ihr Liebesleben privat, was viele neugierig auf ihr persönliches Leben macht.

„Florian war ein wichtiger Teil meines Lebens“, sagte sie in einem Interview im Sommer 2025. „Er hat mir glückliche Jahre geschenkt und mir tiefe Liebe beigebracht.“ Ihre gemeinsame Zeit, die sie in vielen musikalischen Momenten verbrachten, bleibt für sie eine der schönsten Erinnerungen, auch wenn sie heute getrennte Wege gehen.
Der Weg zu einer erfüllten Karriere
Trotz dieser persönlichen Verluste und Herausforderungen hat Francine Jordi ihre Karriere fortgesetzt. Sie hat nicht nur als Sängerin, sondern auch als Moderatorin und Schauspielerin Erfolg gehabt. Sie moderiert seit 2015 das Musikantenstadl und hat mit verschiedenen Projekten wie ihrer Rolle als Papagena in der „Zauberflöte“ ihre musikalische Vielseitigkeit unter Beweis gestellt.
Ihr größtes Vermächtnis liegt in ihrer Fähigkeit, die Volksmusik mit anderen Genres zu kombinieren und sie so einem jüngeren Publikum näherzubringen. Zudem hat sie 2017 die „Jordi Young Music Foundation“ gegründet, um junge Talente zu fördern und gibt regelmäßig Spenden für wohltätige Zwecke.
Finanzieller Erfolg und der Wunsch nach einem ruhigen Leben
Mit einem geschätzten Vermögen von 2 Millionen Euro im Jahr 2025 führt Francine Jordi ein komfortables, aber bescheidenes Leben. Sie besitzt ein Haus in Richigen, ein kleines Aufnahmestudio und ein Ferienhaus am Thunersee, wo sie nach ihren Konzerttourneen Ruhe findet. Trotz ihres Erfolges lebt sie nicht im Luxus, sondern bleibt ihrer Familie und ihrem sozialen Engagement treu. Ein großer Teil ihres Einkommens fließt in wohltätige Zwecke, wie die Unterstützung der Schweizerischen Krebsstiftung.
„Ich versuche, meine Musik in vollen Zügen zu leben und meine Opfer in Kraft zu verwandeln“, sagte sie kürzlich. Ihr Weg als Künstlerin ist nicht nur eine Geschichte des Erfolgs, sondern auch eine Reise der Selbstfindung und des Überwindens von persönlichen Herausforderungen.
Francine Jordis Leben und Karriere sind ein Beispiel für Hingabe, Durchhaltevermögen und die Fähigkeit, trotz allem Schmerz und Verlust weiterzumachen.
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