Sophie Tanner: Vom Ja zu mir selbst zum Nein zu einem anderen – Eine Reflexion über Sologamie und Selbstliebe
Im Mai 2015 entschloss sich Sophie Tanner, eine Frau aus Brighton, England, zu einem Schritt, der in der westlichen Gesellschaft selten ist: Sie heiratete sich selbst. In einer symbolischen Zeremonie, die keine rechtliche Gültigkeit besaß, trat sie vor Familie und Freunde und schwor sich ewige Treue. Mit dieser Handlung wollte sie ein Zeichen für Selbstliebe und Unabhängigkeit setzen. „Ich wollte mir selbst zeigen, dass ich genug bin und nicht auf einen anderen Menschen angewiesen bin, um mich vollständig zu fühlen“, erklärte Tanner in einem Interview.

Die Bedeutung der Sologamie
Sologamie, also die Eheschließung mit sich selbst, ist ein Phänomen, das in den letzten Jahren zunehmend Beachtung findet. Für Tanner war es ein Akt der Selbstverpflichtung, um zu verdeutlichen, dass Selbstmitgefühl und Selbstfürsorge genauso wichtig sind wie romantische Liebe. „Es bedeutet nicht, alle anderen Beziehungen abzulehnen, sondern schlechte Beziehungen zu meiden“, sagte sie in einer Talkshow. Die Entscheidung, sich selbst zu heiraten, war für sie ein Weg, sich von gesellschaftlichen Normen zu befreien und ihre eigene Identität zu feiern.

Die Zeremonie selbst war eine festliche Veranstaltung mit Brautkleid, Ringen und einem ersten Tanz. Ihr Vater begleitete sie zum Altar, was die Bedeutung des Moments unterstrich. „Es war ein wunderschöner Tag, der mir zeigte, wie wichtig es ist, sich selbst zu lieben und zu schätzen“, erinnerte sich Tanner.
Die Wendung: Eine Beziehung mit Ruari Barrett
Zwei Jahre nach ihrer Selbsthochzeit lernte Tanner Ruari Barrett kennen, einen Mann, der ebenfalls Sologamie praktizierte. Sie begannen eine Beziehung, die jedoch nur fünf Monate hielt. „Ich habe mich selbst getäuscht“, gestand Tanner später. „Ich dachte, ich könnte meine Verpflichtung zu mir selbst aufgeben, aber ich habe erkannt, dass ich mir selbst treu bleiben muss.“

Die Beziehung endete, als Barrett, der zuvor polyamor war, entschloss, sich ebenfalls selbst zu heiraten. „Er erkannte, dass er sich selbst lieben muss, bevor er in der Lage ist, andere zu lieben“, sagte Tanner. Diese Erfahrung führte zu einer weiteren Selbstverpflichtung – diesmal zu sich selbst und zu einem Leben ohne romantische Beziehungen.
Die Reflexion über Selbstliebe und Beziehungen
Tanners Reise wirft Fragen über die Natur von Beziehungen und Selbstliebe auf. Kann man sich selbst wirklich lieben und gleichzeitig in einer romantischen Beziehung sein? Oder ist die wahre Liebe nur die zu sich selbst? Tanner selbst glaubt, dass wahre Selbstliebe die Grundlage für jede andere Beziehung ist. „Wenn du dich selbst liebst, kannst du auch andere lieben, aber du bist nicht von ihnen abhängig“, erklärte sie.
Ihre Geschichte zeigt, dass Sologamie nicht nur ein Trend ist, sondern eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit der eigenen Identität und den eigenen Bedürfnissen. Es ist ein Aufruf, sich selbst zu priorisieren und die eigene Wertschätzung nicht von anderen abhängig zu machen.
Fazit
Sophie Tanners Entscheidung, sich selbst zu heiraten, war ein mutiger Schritt, der sowohl Bewunderung als auch Kritik hervorrief. Ihre spätere Beziehung mit Ruari Barrett und deren Ende verdeutlichen, dass Selbstliebe nicht bedeutet, auf romantische Beziehungen zu verzichten, sondern vielmehr, sich selbst treu zu bleiben. Ihre Geschichte ermutigt dazu, die eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu erkennen und zu respektieren, unabhängig von gesellschaftlichen Erwartungen.
In einer Welt, die oft den Wert von Menschen durch ihre Beziehungen zu anderen misst, setzt Tanner ein Zeichen für die Bedeutung der Selbstliebe und der Selbstverpflichtung. Ihre Reise ist ein Beispiel dafür, wie man durch Selbstakzeptanz und -liebe ein erfülltes Leben führen kann – mit oder ohne romantische Beziehung.
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