
Schätzungen zufolge verdienen männliche Fußball-Stars in Deutschland das 30- bis 40-Fache ihrer Kolleginnen aus der Frauen-Bundesliga. Laut Uli Hoeneß liege es an den Frauen selbst, etwas daran zu ändern. In einem Podcast nannte er den Frauenfußball ein „Zuschussgeschäft“.
Im operativen Geschäft des FC Bayern München ist Uli Hoeneß nicht mehr tätig. Auskunft über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Fußballs in Deutschland gibt der langjährige Manager und heutige Ehrenpräsident aber noch bereitwillig. „Das größte Manko in Deutschland sind die Fernsehrechte“, klagte Hoeneß nun im OMR-Podcast von und mit Philipp Westermeyer.

Der 73-Jährige rechnet in dem Gespräch Einnahmen von 1,2, bis 1,3 Milliarden Euro für die gesamte Bundesliga vor. In England seien es hingegen fast 2,5 Milliarden: „Der Tabellenletzte in England bekommt etwa 50 Millionen mehr als der FC Bayern als Deutscher Meister. Das ist eine Katastrophe, daran müssen wir arbeiten.“
Uli Hoeneß: „Es kann nicht sein, dass immer die Männer das subventionieren“
Noch mehr Arbeit kommt in den Augen des Vereinspatriarchen auf die Verantwortlichen des Frauenfußballs zu. „Man muss sich im Klaren sein, dass das vom Wirtschaftlichen her immer noch ein Zuschussgeschäft ist“, stellte Hoeneß klar: „Unsere Mannschaft kostet den FC Bayern etwa 6 bis 8 Millionen Euro pro Jahr.“
An der Vermarktung müsse daher dringend gearbeitet werden, forderte der Ex-Bayern-Manager und -Präsident, der heute im Aufsichtsrat sitzt. Es könne „nicht sein, dass immer die Männer das subventionieren. Auf die Dauer müssen die sich selbst tragen.“ In diesem Zusammenhang kam er auch auf die Forderungen nach einer Angleichung der Gehälterverteilung zu sprechen: „Diese Mär von Equal Pay halte ich für einen totalen Schwachsinn“, wetterte Hoeneß.
Seine Begründung: „Ich bin immer dafür, dass jeder das verdient, was er einspielt. Wenn die Frauen irgendwann zig Millionen einspielen, können sie zig Millionen verdienen. Solange das nicht der Fall ist, müssen sie kleinere Brötchen backen.“ Forderungen, der Frauenfußball müsse gepusht werden, kämen im Übrigen oft von denjenigen, die selbst nicht hingingen. Die Frauen-Mannschaft des FC Bayern, so Hoeneß, spiele in der Bundesliga regelmäßig vor nur 2.500 Zuschauern.
DFB-Star Lena Oberdorf nannte „Equal Pay“-Begriff eine „Frechheit“
Mit seinen gewohnt meinungsstarken Aussagen greift Uli Hoeneß eine Debatte auf, die unter vielen Spielerinnen inzwischen für Verärgerung sorgt. Nationalspielerin Lena Oberdorfer vom FC Bayern München nannte den Begriff „Equal Pay“ im Zusammenhang mit Frauenfußball zuletzt eine „Frechheit“. Gefordert würden schließlich keine Millionen-Verträge, wie sie bei den männlichen Top-Stars üblich sind. In der Frauen-Bundesliga lag das Durchschnittsgehalt in der Saison 2023/24 laut DFB bei rund 4.000 Euro. Bei den Männern wird es auf das 30- bis 40-Fache geschätzt.
„Wir wollen halt einfach, dass sich jeder in der Liga auf den Fußball konzentrieren kann“, sagte Oberdorf in ihrem Podcast „Popcorn und Panenka“. „Weil dann steigt das Niveau, die Zuschauerzahl steigt richtig, und so kriegst du dann was ins Rollen“, lautet ihre Überlegung. Sie stellte klar: „Wir wollen weder 20 Millionen kriegen oder nach der Karriere ausgesorgt haben, wir wollen einfach, dass es sich stetig weiterentwickelt.“
Ähnlich äußerte sich Ex-Nationalmannschaftskapitänin Alexandra Popp im „Kicker“-Podcast „Verboten gut“: Den Begriff „Equal Pay“ könne sie „nicht mehr hören“. Dennoch brauche es mehr Geld für die Entwicklung des Frauenfußballs. „Aber ich glaube es gibt wenige Spielerinnen, die ganz klar betonen, dass sie genauso viel Geld wollen wie die Männer.“ Popp weiter: „Fakt ist, wir haben den gleichen Zeitaufwand wie die Männer. Ich würde mir einfach nur ein Stück weit mehr Respekt und Akzeptanz wünschen. Lasst uns doch einfach Fußball spielen.“ (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit teleschau.)
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