Er synchronisierte Hollywoodstars und prägte in wichtigen Rollen den »Tatort« – zuletzt als tyrannischer Vater im Saar-Revier: Der Charakterdarsteller Torsten Michaelis ist gestorben. Er wurde 64 Jahre alt.

Der Schauspieler und Synchronsprecher Torsten Michaelis ist im Alter von 64 Jahren gestorben. Er spielte unter anderem in »Tatort«-Krimis mit Maria Furtwängler mit und synchronisierte mehrere Hollywoodstars. Zudem trat er immer wieder in den Komödien von Leander Haußmann auf, etwa in »NVA« oder »Hotel Lux«.
»Schockiert und unbegreiflich« hieß es auf der Website seines Managements. »Du bist nicht mehr bei uns. Du warst doch gerade noch so glücklich und wir hatten noch so viel vor. In Dankbarkeit und zutiefst traurig.« Das Management bat, die Privatsphäre der Familie zu respektieren. Zuvor hatten mehrere Medien über seinen Tod berichtet.
Deutsche Stimme von Martin Lawrence und Wesley Snipes
Der 1961 geborene Michaelis wurde an der Schauspielschule Ernst Busch ausgebildet. Im Laufe seiner Karriere spielte er viele Fernsehrollen, darunter Kriminaldirektor Stefan Bitomsky im »Tatort« aus Hannover.
Sein markantes hageres Aussehen prädestinierten ihn für die Rolle des Schleifers und Tyrannen.
Mit diesem Profil prägte er zuletzt auch eine tragende Rolle in einem weiteren »Tatort«-Revier. Seit 2020 war er bei dem damals neu aufgesetzten Team des Saar-Krimis um die Kommissare Leo Hölzer (Vladimir Burlakov) und Adam Schürk (Daniel Sträßer) fester Teil – er spielte den grausamen, zerstörerischen Vater eines der Ermittler und brachte auf diese weise eine düstere Stimmung in die entsprechenden Fälle.
Als Synchronsprecher lieh Michaelis unter anderem Benicio Del Toro, Jeremy Irons, Martin Lawrence und Wesley Snipes seine Stimme, wie aus einer Auflistung der Agentur Stimmgerecht hervorgeht.