Gefährlicher als der Kalte Krieg: Gabriele Krone-Schmalz warnt vor katastrophaler Eskalation und rechnet mit dem “Haltungsjournalismus”
In einer Medienlandschaft, die oft lauter als tiefgründig ist, wirken ihre Worte wie ein Donnerschlag. Gabriele Krone-Schmalz, die für eine ganze Generation von Fernsehzuschauern das Gesicht und die Stimme Moskaus war, meldet sich mit einer Warnung zu Wort, die an Deutlichkeit kaum zu überbieten ist. In einem intensiven Gespräch mit dem Finanzexperten Marc Friedrich zeichnet die erfahrene Journalistin ein düsteres Bild der Gegenwart. Ihre zentrale These: Die aktuelle Situation ist in ihrer Essenz gefährlicher als die Hochphasen des Kalten Krieges. Nicht, weil ein atomarer Schlag unmittelbar bevorsteht, sondern weil das Fundament jeder Deeskalation – das Vertrauen und der Dialog – systematisch zerstört wurde.
Wer das Gespräch mit Krone-Schmalz verfolgt, erlebt eine Frau, die weit entfernt ist von der Panikmache, die sie selbst anprangert. Stattdessen argumentiert sie nüchtern, präzise und mit der tiefen Kenntnis historischer Zusammenhänge, die man in der tagesaktuellen Berichterstattung so schmerzlich vermisst. Ihre Analyse ist ein Weckruf an eine Gesellschaft, die ihrer Meinung nach Gefahr läuft, durch einseitige Berichterstattung und einen Mangel an Debattenkultur in einen Konflikt hineingezogen zu werden, den niemand wollen kann.

Der Niedergang des Journalismus: Vom Berichterstatter zum Missionar
Den Kern des Problems verortet Krone-Schmalz im Zustand ihrer eigenen Zunft. Sie spricht von einem Wandel vom klassischen Journalismus hin zu einem “Haltungsjournalismus”. Dieser Begriff, der zunächst positiv nach Rückgrat klingen mag, sei in der Praxis zutiefst problematisch. “Wenn ich in einem Meinungsstreit als Journalist mich auf eine Seite stellen soll, dann habe ich meinen Beruf nicht richtig begriffen”, stellt sie klar. Das sei “eher missionieren”, und dafür sei die Kirche zuständig, nicht der Journalismus.
Sie kritisiert eine “gewisse Hybris” unter Kollegen, die meinten, es besser zu wissen und die Bevölkerung erziehen zu müssen. Ein Journalist sei aber “nicht der bessere Mensch”, sondern im besten Fall ein “Profi, der weiß, wie man recherchiert” und als “Dienstleister” der Öffentlichkeit ein umfassendes Bild zur Verfügung stellt. Genau das fehle heute. Sie diagnostiziert eine Kluft zwischen der “öffentlichen Meinung”, die sie im direkten Zuspruch der Menschen auf der Straße erfährt, und der “veröffentlichten Meinung”, die von einer Minderheit dominiert werde.
Diese Einseitigkeit führe zur Schaffung eines starren “Feindbildes”. “Es wird alles genutzt, um ein Feindbild zu zementieren”, so Krone-Schmalz, “damit die Bevölkerung das, was entschieden wird, ohne zu murren mitmacht.” Als Beleg nennt sie die offensichtliche Unlogik in der aktuellen Rhetorik: “Auf der einen Seite wird uns ja gesagt, Russland ist komplett marode… und die Sanktionen wirken… Und umgekehrt die Angriffspläne? Das muss doch mal jemandem auffallen, dass das nicht zusammenpasst.”
Die Rhetorik der Angst: Warum der “Russe in Berlin” unverantwortlich ist
Besonders scharf kritisiert sie die wiederkehrenden Warnungen, in wenigen Jahren stünde der Russe in Berlin. “Ich halte das für unverantwortlich”, sagt sie mit Nachdruck. Weder gebe es dafür Beweise noch sei es strategisch logisch. “Was soll er da?”, fragt sie rhetorisch und fügt hinzu, man könne Putin vieles unterstellen, “aber sicher keinen Mangel an Verstand und strategischem Denken.”
Für Krone-Schmalz ist diese Panikmache ein politisches Instrument. Selbst kleinere Vorfälle wie Drohnensichtungen würden sofort instrumentalisiert, um die Kriegsgefahr heraufzubeschwören, obwohl sich viele dieser Sichtungen später als privat oder kriminell (z.B. Zigarettenschmuggel) herausstellten. Diese ständige Angstmacherei diene nur einem Zweck: die Bevölkerung von der Notwendigkeit der Aufrüstung zu überzeugen. Dabei werde das Prinzip der Demokratie auf den Kopf gestellt: “Die Regierung muss davon überzeugt werden, das, was die Bevölkerung in ihrer Mehrheit möchte… in politische Arbeit umzusetzen”, und nicht umgekehrt die Bevölkerung von der Feindschaft zu überzeugen.

Der fatale Bruch des Vertrauens: Von Minsk bis Istanbul
Den Weg in die aktuelle Katastrophe sieht Krone-Schmalz als eine Kette von verpassten Chancen und bewusstem Wortbruch seitens des Westens. Der fundamentale “Denkfehler” sei die “Gewinnermentalität” nach dem Ende des Kalten Krieges gewesen. “Ein kalter Krieg ist nur dann vorbei, wenn sich beide Seiten als Gewinner fühlen dürfen”, zitiert sie. Stattdessen habe die NATO die Auflösung des Warschauer Paktes nicht genutzt, um sich selbst neu zu strukturieren, sondern sei geblieben, was sie war: ein Militärbündnis, das sich immer weiter nach Osten ausdehnte.
Sie widerspricht vehement der Behauptung, es habe keine Versprechen gegen eine NATO-Osterweiterung gegeben. Diese Zusagen seien absolut notwendig gewesen, um die Zustimmung Moskaus zur deutschen Wiedervereinigung in der NATO zu erhalten. Die spätere Perspektive eines NATO-Beitritts für die Ukraine sei die entscheidende rote Linie gewesen.
Als “schockierend” bezeichnet sie das Eingeständnis von Angela Merkel, die Minsker Abkommen seien im Grunde nur abgeschlossen worden, um der Ukraine Zeit zur Aufrüstung zu verschaffen. “Wenn das wirklich so war”, so Krone-Schmalz, “dann muss sich doch niemand wundern, dass Russland jetzt… sagt, ein Waffenstillstand – sorry, aber warum?” Dieses Vorgehen habe nicht nur das Vertrauen fundamental zerstört, sondern widerspreche auch der UN-Charta.
Der vielleicht tragischste Moment war für sie das Scheitern der Friedensverhandlungen in Istanbul, nur wenige Wochen nach Kriegsbeginn. Ein Deal sei zum Greifen nah gewesen: eine neutrale Ukraine, russischer Truppenabzug und eine 15-jährige Sonderregelung für Krim und Donbas. “Das ist jetzt gelaufen”, stellt sie bitter fest. Der Grund für das Scheitern sei klar benannt worden: Der Westen, allen voran Boris Johnson und US-Verteidigungsminister Lloyd Austin, wollten die Gelegenheit nutzen, “Russland nachhaltig militärisch und wirtschaftlich zu schwächen.” Das Wohl der Ukraine sei dabei zweitrangig gewesen.
“Gefährlicher als der Kalte Krieg”: Die Warnung vor dem “Missverständnis”
Aus dieser Gemengelage – einem zementierten Feindbild, einer einseitigen Medienlandschaft und einem tiefen, gerechtfertigten Misstrauen – leitet Krone-Schmalz ihre zentrale Warnung ab. Sie glaube nicht, dass eine Seite aktiv eine Eskalation wolle. “Aber die Situation ist so, dass das Risiko, dass es trotzdem zu einer kriegerischen Eskalation kommt, sehr groß ist.”
Der Grund: “So stark war das gegenseitige Misstrauen lange nicht, ich denke nicht mal im Kalten Krieg.” Damals habe es “institutionalisierte Kanäle des Dialogs” gegeben. Diese seien heute weggebrochen. “Dass daraus dann was entsteht, dass irgendjemand sich plötzlich angegriffen fühlt von irgendwas, was gar nicht so gemeint war, und dass sich dann die Dinge eskalieren, das halte ich für ein Riesenproblem.”

Appell an die Diplomatie in einer Kultur der Ausgrenzung
Ihre eigene Rolle in diesem Spiel ist die einer “Putin-Versteherin” – ein Stigma, das sie bewusst trägt, indem sie “verstehen” im Sinne von “begreifen” definiert. “Wenn wir mehr Putin-Versteher hätten, wüssten wir vielleicht eher, was wir anfangen sollten.” Sie berichtet von Ausladungen und dem Druck, der auf Veranstalter ausgeübt wird, wenn sie ihr eine Bühne bieten. Es sei eine Erfahrung, die sie “nie vermutet” hätte, in Deutschland machen zu müssen.
Trotz der Anfeindungen bleibt ihre Botschaft dieselbe: “Reden ist das einzig Wahre.” Das Kerngeschäft von Politik sei Diplomatie, nicht Militarismus. Sie appelliert an die junge Generation, die sich für das Klima engagiert hat, nun auch ihre Stimme für den Frieden zu erheben, denn die Kriegsgeneration, die wusste, dass Krieg “keine aseptische Joystick-Operation” ist, sterbe langsam aus.
Am Ende des Gesprächs bleibt das Bild einer Journalistin alter Schule, die sich nicht verbiegen lässt. Gabriele Krone-Schmalz’ Analyse ist eine unbequeme, aber notwendige Mahnung. Sie zeigt auf, dass der Weg zum Frieden nicht über mehr Waffen und härtere Rhetorik führt, sondern über den mühsamen, aber unerlässlichen Weg des Verstehens, des Redens und der Wiederherstellung von Vertrauen – selbst wenn es unmöglich scheint. Denn die Alternative, so macht sie deutlich, ist eine Katastrophe, die durch ein bloßes Missverständnis ausgelöst werden könnte.
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