Der tragische Fall um den getöteten achtjĂ€hrigen Fabian aus GĂŒstrow, der bereits von emotionalen AusnahmezustĂ€nden und juristischen Turbulenzen geprĂ€gt ist, hat eine erschĂŒtternde neue Dimension erreicht. In einer beispiellosen öffentlichen Intervention hat die AnwĂ€ltin der Mutter, Christina Habetta, eine Information in den Raum gestellt, deren Brisanz das gesamte Ermittlungsverfahren in seinen Grundfesten erschĂŒttern könnte: Eine komplett neue Zeugin existiert, deren extrem relevante Aussage seit Wochen bei der Polizei bekannt ist, die aber nie angehört wurde.
Dieser Moment ist nicht nur juristisch, sondern auch menschlich explosiv. Wenn eine Frau behauptet, ein Detail von potenziell entscheidender Bedeutung fĂŒr die AufklĂ€rung eines Tötungsdelikts gesehen zu haben, und die Ermittlungsbehörden sie trotzdem ĂŒber Wochen ignorieren, stellt sich sofort die alarmierende Frage nach KommunikationslĂŒcken, Fehlern und VersĂ€umnissen.
Die AnwĂ€ltin wĂ€hlte fĂŒr diesen Schritt bewusst die Ăffentlichkeit. Ihr Tonfall ist von tiefem Frust und Verzweiflung gezeichnet. Sie sagt, man drehe sich in dem Kreis â ein Satz, der die BefĂŒrchtung auf den Punkt bringt, dass wertvolle Hinweise verloren gehen, wĂ€hrend die Zeit gnadenlos verrinnt. Noch beunruhigender ist die Tatsache, dass die AnwĂ€ltin diese Zeugin selbst an die Polizei vermitteln musste, weil es der Frau wochenlang nicht gelang, Gehör zu finden. Ein solches Vorgehen ist im Rahmen eines Kapitalverbrechens alles andere als normal. Es ist ein lautes Alarmzeichen, das nicht nur die Ermittlungsmethoden in Frage stellt, sondern auch die moralische Last fĂŒr die Mutter Fabians unertrĂ€glich werden lĂ€sst.

Der Schrei der Verzweiflung: Die Mutter am Ende ihrer KrÀfte
FĂŒr die Mutter ist die EnthĂŒllung ĂŒber die ungehörte Zeugin ein Schlag, der kaum auszuhalten ist. Sie hat ihren Sohn verloren und musste in den vergangenen Wochen den schlimmsten Tag ihres Lebens fĂŒnfmal durchleben. FĂŒnfmal wurde sie vernommen, musste jede Erinnerung aus sich herausquetschen, wĂ€hrend ihr gesamtes Leben in TrĂŒmmern liegt. Mit jedem neuen Verhör wuchs in ihr die nagende Angst, dass etwas Entscheidendes ĂŒbersehen wird, dass der Fall feststeckt und die Wahrheit niemals ans Licht kommt.
Als die AnwĂ€ltin nun öffentlich macht, dass es daneben eine Zeugin gab, die möglicherweise eine entscheidende Beobachtung gemacht hat, aber nicht gehört wurde, bestĂ€tigt sich die gröĂte Angst der Mutter: Wichtige Puzzleteile bleiben liegen, weil das System ĂŒberlastet oder fehlerhaft ist. Die Worte der AnwĂ€ltin â âWir drehen uns in dem Kreisâ â sind daher weit mehr als eine juristische Kritik; sie sind ein Schrei der Verzweiflung.
Die Mutter kĂ€mpft mit SchuldgefĂŒhlen und Ohnmacht und empfindet jede Unklarheit als zusĂ€tzliche, unertrĂ€gliche Last. Sie erhĂ€lt nur Fragmente von Informationen, weiĂ, dass die Tatwaffe bekannt ist, aber nicht welche, hört von SuchmaĂnahmen, hat aber keine Kontrolle darĂŒber, wie intensiv die Dinge verfolgt werden. In dieser Situation ist die neue Zeugin ein Strohhalm der Hoffnung. Sie möchte glauben, dass genau diese Beobachtung den Durchbruch bringen könnte, die Verbindungslinie zwischen dem Moment, als Fabian sein Zuhause verlieĂ, und dem Moment, als er am TĂŒmpel abgelegt wurde. Dass dieser vermeintlich entscheidende Hinweis wochenlang ignoriert wurde, muss fĂŒr die Mutter wie ein Albtraum wirken.
Das Phantom-Fahrzeug: Ein unbekanntes Auto stellt die Zeitleiste infrage
Die wahre Sprengkraft der neuen Zeugenaussage liegt in ihrem Inhalt. Die AnwĂ€ltin deutet an, dass die Frau ein Fahrzeug gesehen haben will, das bisher in keinem einzigen offiziellen Bericht auftauchte. Es handele sich um ein âganz anderes Fahrzeugâ als alle bisher bekannten Modelle, die im Fokus der Ermittlungen standen.
Dieser Punkt ist zentral, denn Fahrzeuge spielen im Fall Fabian eine enorm wichtige Rolle. Die Ermittler sind sich sicher, dass Fabian das Haus nicht zu FuĂ verlassen, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit in einem Auto zum Ablageort transportiert wurde. Das vierstĂŒndige Zeitfenster zwischen 11:00 und 15:00 Uhr am Tattag ist streng umrissen; wer in diesem lĂ€ndlichen Bereich (Klein Upahl, Zehna, Blö) mit einem auffĂ€lligen oder ungewöhnlichen Fahrzeug unterwegs war, ist automatisch von höchstem Interesse.
Dass nun plötzlich ein komplett unbekannter Wagen ins Spiel kommt, der zur fraglichen Zeit im relevanten Gebiet gesehen wurde, stellt die gesamte bisherige Zeitleiste und die PrioritÀten der Ermittler in Frage. Was hat die Zeugin genau beobachtet? War es ein Auto, das parkte, wartete, jemanden absetzte? Die AnwÀltin betont, dass diese Frau selbst nicht wusste, wie relevant ihre Beobachtung ist, aber vergeblich versuchte, sich Gehör zu verschaffen. Ein solches Auto am falschen Ort zur falschen Zeit ist in jedem Kriminalfall ein Alarmzeichen, im Fall Fabian jedoch noch mehr, da der Transport des Kindes ein ungelöstes RÀtsel darstellt.
Die LĂŒcken im System: Warum wurde die Zeugin ignoriert?
Die schwerwiegendste Frage, die ĂŒber dem Fall hĂ€ngt, lautet: Wie konnte es passieren, dass ein potenziell entscheidender Hinweis wochenlang ungehört blieb?
Die implizite Kritik der AnwĂ€ltin zielt auf LĂŒcken, MissverstĂ€ndnisse und FehleinschĂ€tzungen bei der Aufnahme von Hinweisen. In vielen KriminalfĂ€llen gehen wichtige Details verloren, weil sie an der falschen Stelle landen oder ein Beamter ihre Bedeutung im Anfangsstadium unterschĂ€tzt. Wenn die Zeugin tatsĂ€chlich wochenlang versuchte, gehört zu werden, könnte das bedeuten, dass die Ermittlungen durch einen Fehler im System verzögert wurden.
Die AnwĂ€ltin agiert nicht im Stillen, wie es normalerweise ĂŒblich wĂ€re. Ihr ungewöhnlicher Schritt, aktiv an die Ăffentlichkeit zu gehen und die Zeugin direkt an die Ermittler zu vermitteln, zeugt von einem tief sitzenden Misstrauen in die bisherige Vorgehensweise. Sie fungiert nun als eine Art inoffizielle Koordinatorin fĂŒr Hinweise, die im normalen Ermittlungsstrang offenbar nicht die nötige Beachtung fanden. Dies legt nahe, dass die Ermittlungsstrategie durch eine zu starke Fixierung auf andere Spuren oder eine Ăberlastung der Beamten gelitten haben könnte. Das Auftauchen dieser Zeugin erzeugt nun einen immensen Druck, alle Protokolle erneut zu durchforsten und die eingegangenen Meldungen neu zu sortieren.
ZĂ€sur fĂŒr Gina H.: Entlastung oder neue Belastung?
Die Aussage der neuen Zeugin entfaltet ihre volle Brisanz im Kontext der laufenden Ermittlungen, in denen bereits die HauptverdĂ€chtige, Gina H., in Untersuchungshaft sitzt. Die Ermittler haben ihr Fahrzeug beschlagnahmt, ihr Haus durchsucht und ihre Bewegungsmuster am Tattag minutiös ĂŒberprĂŒft.
Das unbekannte Fahrzeug könnte nun zu einer dramatischen ZĂ€sur fĂŒhren und die Rolle von Gina H. neu definieren:
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Entlastung: Sollte das von der Zeugin beschriebene Fahrzeug zeitlich oder rĂ€umlich nicht mit Gina H.s Bewegungsmuster ĂŒbereinstimmen und sich in einer Region aufgehalten haben, in der sie nachweislich nicht war, könnte ihre Aussage entlastend wirken. Es wĂŒrde die Möglichkeit eines anderen TĂ€ters oder eines anderen Tathergangs stĂ€rken, der nicht zu ihr passt.
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ZusĂ€tzliche Belastung: Sollte das unbekannte Auto jedoch ĂŒber indirekte oder direkte Verbindungslinien zu Gina H. oder ihrem Umfeld verfĂŒgen (z. B. ein Komplize, ein Bekannter oder eine falsch zugeordnete Fahrzeugnutzung), könnte die Aussage das Gegenteil bewirken und die Indizienkette gegen sie weiter verdichten. Es könnte eine bis dato unentdeckte Beteiligung weiterer Personen aufzeigen.
Die Ermittler mĂŒssen nun prĂŒfen, ob die neue Aussage die bisherige Zeitleiste verschiebt oder ergĂ€nzt. Da die Polizei erst kĂŒrzlich die Ăffentlichkeit dringend um Hinweise zu Fahrzeugen gebeten hat, zeigt dies, dass der Aspekt des Transports ein Schwachpunkt in der bisherigen Rekonstruktion war. Die neue Zeugin könnte diese LĂŒcke fĂŒllen. Die Gefahr besteht jedoch, dass dieser neue Ansatz die Ermittlungen unnötig ablenkt oder das Gericht die GlaubwĂŒrdigkeit der Zeugin aufgrund der spĂ€ten Meldung in Frage stellt.
Am Scheideweg: Die Suche nach der Wahrheit
Der Fall Fabian ist komplex, emotional aufgeladen und voller WidersprĂŒche. Die Aussage der neuen Zeugin ist in diesem festgefahrenen Moment mehr als eine ErgĂ€nzung â sie ist potenziell ein Bruch mit bisherigen Annahmen. Wenn ein weiteres Fahrzeug eine Rolle spielte, muss die Polizei nicht nur den Fahrer finden, sondern auch herausfinden, wie es sich zeitlich und rĂ€umlich in das Geschehen einfĂŒgt. Dies könnte die gesamte Rekonstruktion der Tat verĂ€ndern.
FĂŒr die Mutter ist die Zeugin ein reiner Hoffnungsanker. Sie symbolisiert den Wunsch nach Klarheit und die Möglichkeit, dass der Fall endlich eine Wendung nimmt, die Fabians Gerechtigkeit nĂ€herbringt.
Die Ermittler stehen nun an einem Scheideweg. Sie mĂŒssen die Aussage der Frau extrem sorgfĂ€ltig prĂŒfen: Ist sie in sich schlĂŒssig? LĂ€sst sie sich verifizieren? Bietet sie tatsĂ€chlich neue Perspektiven? Die Geschichte des Falles hat immer wieder gezeigt, dass gerade unscheinbare Beobachtungen den entscheidenden Durchbruch bringen können.
Ob die ungehörte Zeugin am Ende die Person ist, die das fehlende Puzzleteil liefert, wird sich erst in den kommenden Wochen zeigen. Doch eines ist gewiss: Mit ihrem Auftauchen, initiiert durch die verzweifelte AnwĂ€ltin der Mutter, hat sich die Dynamik im Fall Fabian fundamental verĂ€ndert. Die Frage ist nicht lĂ€nger, ob es einen ungehörten Hinweis gab, sondern ob dieser Hinweis die Ermittlungen endlich auf die richtige Spur bringt â oder ob er ein weiteres ungelöstes RĂ€tsel hinzufĂŒgt.