Ein neues Kapitel: Ana Ivanovićs mutiger Schritt nach der Trennung
Die Tenniswelt kennt Ana Ivanović als strahlende Siegerin der French Open und als ehemalige Nummer eins der Weltrangliste. Doch das Leben der serbischen Ikone ist weit mehr als eine Aneinanderkette sportlicher Triumphe. Es ist eine Geschichte von Willenskraft, Eleganz und dem unbedingten Wunsch, Hindernisse zu überwinden – eine Geschichte, die sich nun, zwei Monate nach ihrer Scheidung von Fußballstar Bastian Schweinsteiger, mit einem unerwarteten und mutigen Geständnis fortsetzt. In einem exklusiven Interview bestätigte Ivanović, was viele bereits vermuteten: Sie ist wieder verliebt. Dieses persönliche Bekenntnis ist nicht nur ein Signal an die Öffentlichkeit, sondern ein klares Zeugnis ihrer Fähigkeit, nach Enttäuschung und Verrat nicht in Bitterkeit zu verharren, sondern gestärkt nach vorne zu blicken.

Die Wurzeln einer Kämpferin: Anas Weg aus dem Kriegsgebiet
Um die Bedeutung von Anas Lebensweg wirklich zu verstehen, muss man weit zurückgehen – in die frühen 1990er Jahre, in eine Zeit, in der das damalige Jugoslawien von Konflikten und Unsicherheit zerrissen war. Genau dort, in Belgrad, begann die Geschichte eines Mädchens, das sich in eine der erfolgreichsten Tennisspielerinnen ihrer Generation verwandeln sollte. Schon mit fünf Jahren entdeckte Ana ihre Leidenschaft für den Tennissport, inspiriert von Monica Seles. Doch während andere Kinder in stabileren Ländern auf gepflegten Plätzen spielten, musste Ana unter unvorstellbaren Bedingungen trainieren. Die NATO-Bombardierungen in den späten 90er Jahren machten jede Trainingseinheit zu einem Balanceakt zwischen Hoffnung und Gefahr. Berichte erzählen, wie sie oft in notdürftig zu Tennisplätzen umgebauten ehemaligen Schwimmbädern trainierte, da es an Infrastruktur fehlte. Ihre ersten Siege waren nicht nur sportlicher, sondern existentieller Natur.
Die Familie, insbesondere ihre Mutter Dragana, war das Fundament, auf dem Ana ihre Karriere aufbauen konnte. Mit 14 Jahren verließ Ana gemeinsam mit ihrer Mutter Serbien und zog nach Basel in die Schweiz, wo sie endlich professionelle Strukturen, Trainer und Trainingsmöglichkeiten fand. Dieser Schritt war kein glamouröser Neubeginn, sondern bedeutete für die junge Spielerin ein Leben voller Disziplin, Verzicht und harter Arbeit, weit weg von Freunden und Heimat.
Der Höhepunkt einer Karriere: Roland Garros 2008
Was folgte, war eine steile Entwicklung, die im Jahr 2008 ihren Höhepunkt fand. Mit 20 Jahren krönte sich Ana Ivanović zur Siegerin der French Open. Ihr Triumph in Roland Garros war mehr als nur ein sportlicher Titel; es war ein Symbol für die Überwindung eines Jahrzehnts voller Hindernisse. Der Moment, in dem sie die Trophäe in Paris in den Händen hielt, markierte nicht nur den Höhepunkt ihrer persönlichen Karriere, sondern auch einen Höhepunkt für den serbischen Tennissport. Ivanović war zu diesem Zeitpunkt die erste Serbin, die ein Grand Slam Turnier im Einzel gewann und zudem die Nummer 1 der Welt – eine Position, die sie zwölf Wochen lang verteidigte.

Ihre Besonderheit lag in einer seltenen Mischung aus technischer Finesse, mentaler Stärke und einer charismatischen Präsenz auf dem Platz. Ihr kraftvoller und präziser Vorhandschlag war gefürchtet, ihre Bewegungen elegant und fließend. Doch entscheidender war vielleicht ihre Fähigkeit, das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Schönheit und Ausstrahlung verschmolzen bei Ivanović mit sportlicher Substanz. Sie verkörperte nicht nur Athletik, sondern auch eine emotionale Nähe, die Fans weltweit faszinierte. Rückschläge nach 2008, verursacht durch Verletzungen und medialen Druck, konnten ihre kurze, aber intensive Regentschaft an der Spitze nicht schmälern. Sie zeigte, dass Größe nicht allein an der Dauer, sondern an der Intensität und Symbolkraft eines Moments gemessen wird.
Jenseits des Courts: Eine globale Persönlichkeit und die Liebe
Abseits des Platzes entwickelte sich Ivanović zu einer globalen Persönlichkeit. Sie nutzte ihre Popularität, um sich in sozialen Projekten zu engagieren, unter anderem als UNICEF-Botschafterin, und bewies, dass ihr Einfluss weit über den Sport hinausreichte. Nach ihrem Rücktritt 2016 konzentrierte sie sich auf ihre Familie und verschiedene unternehmerische Projekte.
Ihr Privatleben erhielt stets ebenso viel Aufmerksamkeit wie ihre sportlichen Leistungen. Früh in ihrer Karriere wurde sie mit dem australischen Golfstar Adam Scott in Verbindung gebracht, später mit dem serbischen Basketballspieler Ivan Paunic. Doch das alles verblasste im Vergleich zu der Beziehung, die ihr Leben entscheidend prägte: die Ehe mit Bastian Schweinsteiger. Als die Nachricht 2014 durchsickerte, dass der deutsche Weltmeister und die serbische Tennisikone ein Paar seien, war die Aufmerksamkeit enorm. Die Hochzeit 2016 in Venedig war ein mediales Ereignis, das zwei Sportwelten zu einer gemeinsamen Zukunft verschmelzen ließ. Für viele Fans wurden sie zu einem goldenen Paar des internationalen Sports, ein Sinnbild dafür, dass sportlicher Erfolg und privates Glück Hand in Hand gehen können.
Mit der Geburt ihrer drei Söhne schien das private Glück perfekt. Schweinsteiger, der seine Karriere 2019 beendete, fand neben ihr ein neues Leben jenseits des ständigen Leistungsdrucks. Das Paar sprach offen über Werte wie gegenseitigen Respekt und Unterstützung. In einer Welt, die oft von kurzfristigen Schlagzeilen lebt, wirkten sie wie eine Konstante, ein Symbol der Beständigkeit.
Der Bruch und die öffentliche Reaktion
Umso größer war die Überraschung, als am 22. Juli 2025 die Nachricht die Runde machte: Ana Ivanović und Bastian Schweinsteiger geben ihre Trennung bekannt. Nach neun Jahren Ehe, die für viele ein Ideal darstellte, entschieden sich beide getrennte Wege zu gehen. Die Reaktionen waren vielfältig, von schockierter Bestürzung bis hin zu respektvoller Anerkennung für die Offenheit, mit der das Paar diesen Schritt kommunizierte.
Doch die Dramatik sollte sich noch steigern. Nur zwei Wochen nach der offiziellen Bekanntgabe der Trennung wurde Schweinsteiger in einer Situation fotografiert, die viele seiner Fans fassungslos zurückließ: Hand in Hand, entspannt und sichtbar verliebt mit einer jüngeren Frau an einem sonnigen Strand. Bilder, die binnen Stunden um die Welt gingen und die öffentliche Meinung über den einstigen Fußballhelden nachhaltig prägten. Das Ehepaar Ivanović-Schweinsteiger stand für Stabilität, für eine gemeinsame Vision. Die plötzliche Zurschaustellung einer neuen Beziehung ohne sichtbare Phase der Reflexion wurde als öffentlicher Affront gelesen.

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Fans fühlten sich betrogen, und Schlagzeilen in europäischen und serbischen Medien sprachen offen von Respektlosigkeit und einem Dolchstoß in den Rücken. In den sozialen Netzwerken entfaltete sich eine Welle der Empörung, in der Begriffe wie Verrat und Täuschung dominierten. Schweinsteiger, der sich über Jahre hinweg als Symbolfigur für Werte wie Loyalität und Familie präsentiert hatte, sah diese nun untergraben.
Ana Ivanovićs Triumph der Würde
Für Ana Ivanović hingegen bedeutete diese Episode einen doppelten Schmerz: den persönlichen Verlust einer langjährigen Partnerschaft und die Tatsache, dass dieser Verlust im grellen Licht der Öffentlichkeit nicht nur sichtbar, sondern durch die demonstrative Nonchalance ihres Ex-Mannes noch verschärft wurde. Während sie sich zurückzog und reflektierte, wurde ihr Gegenüber zum Sinnbild des Übergehens.
Interessant war dabei, wie unterschiedlich die Geschlechterrollen in diesem Narrativ wahrgenommen wurden. Während Ana in der Berichterstattung fast durchgehend als Opfer dargestellt wurde, als Frau, die den Preis für Treue und Hingabe zahlte, erschien Schweinsteiger in einer neuen Rolle – nicht mehr als Held, sondern als jemand, der sein eigenes Vermächtnis verspielt.
Doch diese Entwicklung barg für Ana Ivanović paradoxerweise auch eine Chance. Indem die öffentliche Sympathie deutlich auf ihrer Seite liegt, wurde sie erneut zur Identifikationsfigur. Diesmal nicht als strahlende Siegerin in Roland Garros, sondern als Frau, die trotz öffentlicher Demütigung Würde bewahrt. Sie wird zur Projektionsfläche für all jene, die an Fairness glauben und daran, dass innere Stärke über äußere Gesten triumphieren kann.
Ein Neuanfang und die Botschaft des Glücks
Zwei Monate nach der öffentlichen Trennung und dem medienwirksamen Auftritt ihres Ex-Mannes mit einer neuen Partnerin war es schließlich Ana Ivanović selbst, die für Schlagzeilen sorgte. In einem exklusiven Interview bestätigte sie das, was viele Beobachter schon seit Wochen vermuteten: Sie ist wieder verliebt. Dieses Geständnis war nicht nur ein persönlicher Schritt, sondern ein klares Signal an die Öffentlichkeit – ein Signal, das eine Frau aussendet, die gelernt hat, nach Enttäuschung und Verrat nicht in Bitterkeit zu verharren, sondern nach vorne zu blicken.
Die Spekulationen hatten längst die Runde gemacht; mehrfach war Ana in den letzten Wochen in Begleitung eines jungen Tennisspielers gesichtet worden. Bilder von gemeinsamen Spaziergängen und intimen Momenten hatten die Gerüchteküche angeheizt. Mit ihrem Geständnis verlieh sie dem Ganzen eine neue Dimension: Sie nimmt die Kontrolle über die Erzählung zurück. In ihren eigenen Worten klingt das erstaunlich klar: Nach Jahren der Hingabe an Familie und nach den Schmerzen einer öffentlich ausgetragenen Trennung habe sie das Recht, erneut Glück zu empfinden. “Ich habe nichts zu verbergen”, erklärte sie, “und ich glaube, dass jeder Mensch das Recht hat, nach einem Neuanfang zu suchen.”
Dieser Satz traf einen Nerv. Für viele Fans, die ihr seit Jahren verbunden sind, war es die Botschaft einer Frau, die ihre Würde bewahrt und sich nicht länger als Opfer sehen lässt, sondern als Gestalterin ihres eigenen Lebens. Die Symbolik könnte stärker kaum sein: Während ihr Ex-Mann durch seine demonstrative Zurschaustellung einer neuen Beziehung Kritik auf sich zog, gelingt es Ivanović, das gleiche Thema in ein völlig anderes Licht zu rücken. Sie zeigt sich nicht als jemand, der sich von den Ereignissen treiben lässt, sondern als jemand, der bewusst Entscheidungen trifft – Entscheidungen, die sowohl privat als auch öffentlich eine Botschaft tragen: die Botschaft von Selbstbestimmung, von einem zweiten Frühling nach einem schmerzhaften Winter.
Bemerkenswert ist auch die Wahl ihres neuen Partners: ein junger Tennisspieler, ambitioniert, voller Energie und Zukunftsperspektive. Fast wirkt es wie eine Spiegelung ihrer eigenen Vergangenheit. Wer Ana kennt, weiß, dass Tennis für sie mehr als ein Sport ist; es ist Teil ihrer Identität, ein Band, das ihr Leben seit Kindheitstagen bestimmt. Dass sie gerade in diesem Umfeld neue Nähe findet, ist mehr als nur ein Zufall; es ist ein Kreis, der sich schließt. Aus der Frau, die einst als junges Talent die Welt eroberte, wird nun die Frau, die an der Seite eines jungen Talents neuen Halt findet.
Natürlich bleibt diese Entwicklung nicht ohne Kontroversen. Kritische Stimmen verweisen auf den Altersunterschied, auf die Geschwindigkeit, mit der Ana sich in eine neue Beziehung eingelassen habe, und auf die Frage, ob dies nicht eine Reaktion auf Schweinsteigers demonstrativen Neustart sei. Doch bei genauer Betrachtung offenbart sich hier ein Muster: Während Schweinsteigers Bilder als respektlos empfunden wurden, findet Ivanovićs Schritt überwiegend positive Resonanz. Warum? Weil sie es schafft, den Fokus auf Authentizität zu legen. Ihr Bekenntnis wirkt nicht wie eine Inszenierung, sondern wie das Ergebnis einer inneren Reise.
In dieser Hinsicht schreibt Ana Ivanović gerade ein neues Kapitel, das ebenso bedeutsam sein könnte wie ihre sportlichen Erfolge. Sie zeigt, dass ihr Leben nicht von Rückschlägen definiert wird, sondern von der Fähigkeit, aus ihnen neue Energie zu schöpfen. Für viele Frauen weltweit, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, wird sie damit zur Inspirationsfigur. Ihre Botschaft lautet: Glück ist kein Privileg der Vergangenheit, sondern ein Recht der Gegenwart. Die Geschichte von Ana Ivanović und Bastian Schweinsteiger hat in den letzten Monaten eine Dramatik entfaltet, wie sie sonst nur in Romanen oder auf der Leinwand zu finden ist. Doch gerade jetzt, da der erste Sturm sich gelegt hat, öffnet sich ein anderes Bild: das einer Frau, die trotz öffentlicher Demütigung den Mut fand, sich neu zu orientieren. Ana Ivanović hat in den letzten Wochen bewiesen, dass sie nicht auf eine Rolle als Opfer reduziert werden möchte. Mit ihrer Offenheit über ihre neue Beziehung zeigt sie, dass sie ihr Leben aktiv gestaltet, anstatt von den Schlagzeilen gesteuert zu werden. Es ist dieser Aspekt, der sie erneut zu einer Figur macht, die weit über die Grenzen des Tennissports hinaus Bedeutung hat.