Die Geschichte des Zweiten Weltkriegs ist voller Tragödien und Heldentaten. Doch unter all den unzähligen Schicksalen gibt es eines, das sich durch seine unglaubliche Absurdität und menschliche Tiefe besonders hervorhebt. Die Geschichte eines Mannes, der für drei verschiedene Armeen kämpfte, drei verschiedene Uniformen trug und auf drei verschiedenen Fronten kämpfte.

Dies ist die Geschichte von J. Kyong Jong, einem koreanischen Soldaten, der nicht aus Überzeugung, sondern aus Zwang in der Armee Japans der Sowjetunion und schließlich in der Wehrmacht kämpfte. Jy Jong wurde im Jahr 1920 auf der koreanischen Halbinsel geboren. Zu dieser Zeit stand Korea bereits seit fast einem Jahrzehnt unter japanischer Herrschaft.
Wie viele seiner Landsleute hatte auch Yang keine Wahl. Seine Kindheit verlief unter der japanischen Besatzung und seine Jugend wurde vom Schatten der imperialen Armee bestimmt. Mit 18 Jahren verschlug es ihn in die Manchureai, eine Region im Nordosten Chinas, die Japan 1931 besetzt und in den Marionettenstaat Manchukuo verwandelt hatte.
Dort begann seine unglaubliche Odysseée durch die Weltkriege. 1938 befand sich Japan im offenen Konflikt mit der Sowjetunion. Junge Koreaner und Chinesen, die in der Manchurei lebten, wurden zwangsrekrutiert. Auch Yang blieb davon nicht verschont. Er wurde der Quantumarmee zugeteilt, der stärksten und angesehensten Einheit des japanischen Militärs.
Für Yang bedeutete das für ein Imperium zu kämpfen, das sein eigenes Land unterdrückte und gegen ein anderes, von dem er kaum etwas wusste. Im Jahr 1939 kam es an der Grenze zwischen der Manchurei und der Mongolei zu einem massiven militärischen Zusammenstoß zwischen Japan und der Sowjetunion. Diese Auseinandersetzung ging als die Schlacht am Chalchalchen in die Geschichte ein.
Von Mai bis September 1939 tobte dort eine der heftigsten Schlachten vor Beginn des Weltkriegs. Über 100.000 Soldaten, mehr als 1000 Panzer und Flugzeuge und ztausende Tote. Yang damals erst 19 Jahre alt, wurde in diesen Krieg hineingezogen, ohne zu verstehen, warum er überhaupt kämpfte. Am 31. August 1939 erlitt die japanische Armee eine verheerende Niederlage.
Unter dem Kommando von Georgi Schukov umzingelten sowjetische Truppen die japanischen Einheiten und zwangen sie zur Kapitulation. Tausende gerieten in Gefangenschaft, unter ihnen auch Jang Kyung Jong. Für die Sowjets war er einfach nur ein weiterer japanischer Soldat. Doch in Wahrheit war er ein junger Koreaner, der keine Kontrolle über sein Schicksal hatte.

Die sowjetische Gefangenschaft bedeutete keine Hoffnung auf eine baldige Rückkehr. Yang wurde in ein Arbeitslager in Sibirien geschickt, in eine Welt aus Kälte, Hunger und Zwangsarbeit. Er verbrachte dort mehrere Jahre, bis sich die Lage an der Ostfront drastisch änderte. 1941 überfiel Deutschland die Sowjetunion. Ein Jahr später, 1942, brauchte die rote Armee dringend neue Soldaten und viele Kriegsgefangene bekamen ein Angebot.
Wer kämpfen wolle, könne das Lager verlassen. So trug Yang bald eine neue Uniform, diesmal die der roten Armee. Er kämpfte nun für jene, die ihn zuvor gefangen genommen hatten. Für Yang war es erneut ein Krieg. der nicht seiner war. Er kämpfte nicht aus Überzeugung, sondern um zu überleben. Im Jahr 1943 nahm Yang an der dritten Schlacht um Charakov teil, einer der brutalsten Auseinandersetzungen an der Ostfront.
Die sowjetischen Truppen wurden zurückgedrängt und tausende Soldaten gerieten in deutsche Gefangenschaft. Auch Young wurde erneut gefasst, zum zweiten Mal in seinem Leben. Für die Deutschen war er ein sowjetischer Soldat mit ungewöhnlichem Aussehen. Seine asiatischen Gesichtszüge weckten Neugier, doch bald entschieden die deutschen Offiziere pragmatisch: Er sollte kämpfen, diesmal für sie.
Die Wehrmacht litt zu dieser Zeit an großem Personalmangel. Deshalb bildeten die deutschen sogenannte Ostbataillone, Einheiten aus sowjetischen Kriegsgefangenen und Freiwilligen. Jang Kyung Jong wurde einem solchen Bataillon zugeteilt und schließlich nach Frankreich geschickt. Dort sollte er die Küste verteidigen in Erwartung einer alliierten Invasion. Der 6. Juni 1944.
Dday. Die Alliierten landeten in der Normandie. Hundertusende Soldaten, tausende Schiffe und Flugzeuge. Die größte Invasion der Geschichte begann. Mitten in diesem Chaos befand sich wieder Young Jung Jong. Diesmal in deutscher Uniform auf französischem Boden kämpfend gegen amerikanische Soldaten.
Doch das Schicksal hatte ihn noch nicht losgelassen. Kurz nach Beginn der Invasion wurde er gefangen genommen, zum dritten Mal. Die amerikanischen Fallschirmjäger waren überrascht, als sie einen asiatischen Soldaten in deutscher Uniform sahen. Man glaubte zunächst, er sei ein Japaner, der auf deutscher Seite kämpfte. Erst später stellte sich heraus, dass dieser Mann ein Koreaner war, der bereits für Japan und die Sowjetunion gedient hatte.
Ein Foto, das ihn in deutscher Uniform zeigt, erschöpft aber lebend, wurde später eines der bekanntesten Kriegsbilder. Nach seiner Gefangennahme wurde J. zunächst in ein britisches Kriegsgefangenenlager gebracht, später in die USA überführt. Dort blieb er bis zum Ende des Krieges. Nach dem Ende des Krieges im Jahr 1945 entschieden sich viele ehemalige Kriegsgefangene in ihre Heimat zurückzukehren.
Doch für Yo Kyung Jong war das kaum möglich. Korea war inzwischen geteilt, im Norden die Sowjets, im Süden die Amerikaner. Für jemanden, der in drei verschiedenen Armeen gedient hatte, war kein Platz mehr in der Heimat. Auch blieb er in den Vereinigten Staaten. Er ließ sich im Bundesstaat Illinois nieder, begann ein neues Leben und sprach kaum über seine Vergangenheit.
Nach Aussagen seiner Nachbarn führte er ein stilles, einfaches Leben, fernabik. Jang Jung Jong starb 1992 im Alter von 72 Jahren. Erst Jahre später wurde seine Geschichte weltweit bekannt, als das berühmte Foto eines asiatisch aussehenden deutschen Soldaten wieder auftauchte. Es war das Gesicht eines Mannes, der die ganze Absurdität des 20. Jahrhunderts in sich trug.
Die Geschichte von Jang Kyung Jong ist mehr als nur eine Kuriosität des Krieges. Sie ist ein Symbol dafür, wie ein Mensch zwischen den Mühlsteinen der Geschichte zerrieben werden kann. Er wählte seine Armeen nicht, sie wählten ihn. Er kämpfte nicht für Ideologien, er kämpfte ums Überleben. Drei Armeen, drei Uniformen, drei Kriege und nur ein Leben, das eines einfachen Mannes, der überleben wollte.
Wäre diese Geschichte ein Drehbuch, man würde sie für zu unglaublich halten. Doch sie ist wahr und sie erinnert uns daran, dass hinter jeder Uniform ein Mensch steckt mit Hoffnungen, Ängsten und dem tiefen Wunsch einfach weiterzuleben. M.
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